ArchivDeutsches Ärzteblatt40/1996Gynäkologen dürfen nur gegen Röteln impfen

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Gynäkologen dürfen nur gegen Röteln impfen

Glöser, Sabine

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LNSLNS KÖLN. Nach Auffassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) dürfen Ärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe keine allgemeinen Impfungen vornehmen oder abrechnen. Auch eine Privatliquidation dieser Leistungen sei nicht zulässig. Die KBV reagierte damit auf eine Kampagne des Berufsverbandes der Frauenärzte und der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Diese hatten Gynäkologen in Veröffentlichungen (zum Beispiel: Der Frauenarzt 2/1996) dazu aufgerufen, sich verstärkt an Impfungen zu beteiligen, um Impflücken in der Bevölkerung zu schließen.
Dies verstoße jedoch gegen das Berufsrecht, da Impfleistungen nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung nicht zum Gebiet "Frauenheilkunde" gehörten, begründet die KBV ihre Position. Lediglich die Rötelnimpfung sei eine Ausnahme. Sie könne unter "Prophylaxe und Behandlung von Schwangerschaftserkrankungen und Komplikationen" subsumiert werden, über die die Gynäkologen eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben hätten. SG

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