ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Mutter-Kind-Kuren: Weniger Medikamente

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Mutter-Kind-Kuren: Weniger Medikamente

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2765 / B-2373 / C-2205

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LNSLNS Studie belegt Langzeit-wirkung der Maßnahmen.
Der Forschungsverbund Prävention und Rehabilitation für Mütter und Kinder (FV), Medizinische Hochschule Hannover, belegt in einer Studie die Langzeitwirkung von Mütter- und Mutter-Kind-Kuren.
Häufigste Diagnose: Erschöpfung
Häufigste Diagnose: Erschöpfung
Sechs Monate nach Beendigung der stationären Maßnahmen waren die Mütter deutlich weniger von Schmerzen und Schlafstörungen beeinträchtigt, entsprechend reduzierte sich der Medikamentenkonsum. Die Krankheitstage verringerten sich von vorher 10,7 auf 6,5 Tage, auch die Arztbesuche nahmen ab. Besonders verbesserte sich die Beziehung zum Kind. Die Patientinnen stammten überdurchschnittlich häufig aus unte-
ren Einkommensverhältnissen oder bezogen Sozialhilfe. Als Schwerpunktindikation wurde bei 74 Prozent das „Erschöpfungssyndrom“ gestellt. Bei den Kindern standen mit 49 Prozent Atemwegserkrankungen an der Spitze, gefolgt von Verhaltensauffälligkeiten.
Das Müttergenesungswerk forderte die Krankenkassen auf, die Vollfinanzierung der Mutter-Kind-Kuren in ihre Satzung aufzunehmen. Nach §§ 24 und 41 SGB V entscheiden die Kassen, ob sie voll oder anteilig finanzieren. Der FV veranstaltet am 15. November in Berlin ein Symposium „Qualität, Effektivität und Sicherung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen für Mütter und Kinder“. Informationen unter Telefon: 05 11/ 7 24 85-70 oder Fax: 7 24 85-73.
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