ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Fragebogen-Test: Auch in Krisenzeiten - Optimist oder Pessimist?

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Fragebogen-Test: Auch in Krisenzeiten - Optimist oder Pessimist?

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2789 / B-2391 / C-2222

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LNSLNS Auch in diesem Jahr bietet das Deutsche Ärzteblatt
seinen Lesern wieder eine Testaktion an, diesmal zum Themenkreis Optimismus/Pessimismus und Lebensqualität.

Der neue Test befasst sich mit Denkstrukturen, die optimistischen beziehungsweise pessimistischen Haltungen zugrunde liegen. Durch frühe Lernerfahrungen im Elternhaus beziehungsweise durch andere wichtige Vorbilder in der Kindheit und Jugend werden bestimmte kognitive Strukturen erworben, die über einen langen Zeitraum bis ins Alter erhalten bleiben. Solche optimistischen oder pessimistischen Denkmuster repräsentieren sich in unserer Sprache und steuern unser Gefühlsleben und unsere Alltagshandlungen. Sie sind uns oftmals nicht einmal bewusst, obwohl sie ganz erhebliche Auswirkungen haben. Philosophisch und zugleich generalisierend gesprochen, kann unser Sein durch ein „Nein“ oder „Ja“ bestimmt sein, wobei es sich zwischen beiden Polen um ein breites Kontinuum handelt, auf dem sich die Einzelperson angesiedelt findet.
In vielen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, wie optimistische und pessimistische Grundhaltungen auf unser Leben nachhaltig einwirken:
1. Sie bestimmen unsere seelische Verfassung und damit zugleich unsere Lebensqualität, und sie äußern sich in Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Leben und in unserem Vertrauen in die Zukunft.
2. Sie können zu ernsthaften Erkrankungen führen, wenn unvorhergesehene, negative Ereignisse in unser Leben eintreten oder bei optimistischer Grundhaltung Krankheitsverläufe bessern.
3. Sie haben nachhaltigen Einfluss auf unseren beruflichen Erfolg und die allgemeine Leistungsfähigkeit.
4. Optimistische Denkmuster erhalten die Gesundheit, pessimistische Denkmuster können zu schweren körperlichen Erkrankungen führen.
Der Test misst bestimmte, subtile sprachliche Muster, mit denen wir uns gute und erfreuliche oder schlechte und unerquickliche Ereignisse, Erfolg oder Misserfolg in unserem Leben erklären. Diese Erklärungsmuster können zum Beispiel solche Ereignisse auf dauerhafte oder nur kurzfristige Ursachen zurückführen oder auf globale beziehungsweise spezifische Ursachen. Die Ursachen können von der eigenen Person oder von externalen Bedingungen ausgehend betrachtet werden.
Die persönlichen kognitiven Strukturen bestimmen wesentlich darüber, wie wir im Leben vorankommen. Oder anders: wie gesund, zufrieden und erfolgreich wir im Leben sind. DÄ
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