ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Medikamentenpass: Weiterer Schritt zum gläsernen Patienten

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Medikamentenpass: Weiterer Schritt zum gläsernen Patienten

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2795 / B-2396 / C-2227

Dahm, Hermann

Zu der Meldung „Geteiltes Echo“ in Heft 36/2001:
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LNSLNS Laut DÄ befürworten Ärzte grundsätzlich die Einführung des Medikamentenpasses. Ich keinesfalls. Es ist ein weiterer Schritt zum gläsernen Menschen. Der Medikamentenverbrauch sagt zuviel über den Patienten aus, von der Depression bis hin zu Problemen, die Frauen lieber nur bei ihrem Gynäkologen lassen möchten. Dabei ist auch der Nutzen dieses Passes unklar. Hektische Reaktionen aufgeschreckter Bürokraten auf Lipobay sind kein Grund, sich vor den Karren des BMG spannen zu lassen. Sollte der Grund des Aktionismus sein, die steigenden Kosten des Gesundheitssystems zu begrenzen, bieten sich eher die Ideen zu Arzneimitteln an, die im Beitrag „Analogpräparate: Nicht neu, aber teuer“ von Dr. rer. nat. Eva Susanne Dietrich skizziert sind, oder die Vorschläge des Gutachtens von Prof. Beske zu Einsparungen im Gesundheitswesen.
Dr. Hermann Dahm, Molsenkoppel 30, 24939 Flensburg
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