ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Medizinbetrieb: Vorschlag

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Medizinbetrieb: Vorschlag

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2798 / B-2382 / C-2228

Lenschow, Ekkehard

Zu dem Beitrag „Ärzte im Konflikt zwischen Ethik und Ökonomie“ von Dr. med. Ingrid Hasselblatt-Diedrich in Heft 38/2001:
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LNSLNS Wenn Sie mit Ihren Ausführungen etwas bewirken wollten, dann bitte ich Sie, nur zu sagen, wie ich Ihnen helfen kann. Sie haben ja so Recht! Ich sehe allerdings mehrere Möglichkeiten, die Medizin kostengünstiger zu machen. Vor einiger Zeit wies ein Kollege im DÄ darauf hin, dass etwa 50 % der Kosten in einer Akutklinik durch Verwaltung und Qualitätsmanagement entstünden. Der Verwaltungskostenanteil der großen Krankenkassen soll über 13 % betragen. Im Zeitalter des Online-banking erhält der Patient seine Informationen über die Medien einschließlich Internet und Regenbogenpresse. Diese Argumente für einen großen „Kundendienst“-Apparat der Krankenkassen entfallen ebenfalls. Also mein Vorschlag zur Kostenersparnis: Abschaffen der Kontrollorgane wie MDK, KV und Fullmanager und ärztliche „controller“, Abschaffen des Qualitätsmanagements, wie es heute das Gesetz vorschreibt, Reduzierung des Verwaltungsapparates auf das Niveau der BKK, mehr kaufmännisches Denken durch Einführen eines reinen Erstattungssystems mit Einzelabrechnung der Leistungen an den Patienten. Der Vertrag zwischen Patient und Krankenkasse beziehungsweise dessen Bedingungen allein regelt dann – ohne Regierungsbeteiligung – die Kosten und die Kostenverteilung. Und der Arzt wäre wirklich ein Freiberufler!
Die Arzneimittelkosten senken zu wollen, indem man denen die Entscheidung über die Medikamentenkosten überlässt, die am Verkauf prozentual verdienen, heißt, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen.
Dr. med. Ekkehard Lenschow, Im Frongarten 9, 79837 St. Blasien
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