ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Post Scriptum: Unwürdig

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Post Scriptum: Unwürdig

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2798 / B-2382 / C-2228

Rentz, Ruppert

Zu dem Beitrag „Ein hoher Komplimentumsatz – Aus Arztbriefen gesammelte Stilblüten“ von Prof. Dr. med. Wolfgang von Petrykowsky in Heft 39/2001:
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LNSLNS Dass Ihre Zeitschrift . . . ein Literaturblatt ist, wird niemand behaupten und verlangen. Dass sie sich jedoch manchmal mit einem Beitrag auf das Niveau der Regenbogenpresse begibt, ist unseres Berufsstandes unwürdig.
So hat mich das letzte Post Scriptum regelrecht geschockt und empört! Was ist daran witzig oder lustig in plattem Sinn (ich will gar nicht auf Freuds Theorie des Witzes eingehen), Schreibfehler aus Arztbriefen zusammenzustellen, die darauf beruhen, dass die Sekretärin (und ich unterstelle, dass bei dieser Berufsbezeichnung immer noch unser patriarchalisches Gesellschaftsverständnis mitklingt) etwas falsch verstanden hat, weil es der Arzt nicht für nötig hielt, das Wort zu buchstabieren, oder weil sie nicht die fachliche Terminologie beherrscht, die der Arzt sich in circa sechs Jahren Studiums aneignen musste, oder weil sie an einer Rechtschreibschwäche leidet, die ihr den Beruf sowieso zur Qual macht?
Für mich klingt aus diesem „Post Scriptum“ eine Überheblichkeit heraus, die uns, leider nicht zu Unrecht, den Titel „Götter in Weiß“ eingetragen hat und die in Wellen von Hassausbrüchen, so wie jetzt wieder während des „Lipobay-Skandals“, auf unseren Berufsstand zurückschlägt . . .
Dr. med. Ruppert Rentz, Reitgasse 4, 35037 Marburg
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