ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2001Herzrhythmusstörungen: Homöopathikum als Taktgeber

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Herzrhythmusstörungen: Homöopathikum als Taktgeber

Dtsch Arztebl 2001; 98(43): A-2827 / B-2407 / C-2253

Wolf, Elke

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LNSLNS Bei der Therapie von Herzrhythmusstörungen ist zwischen dem Nutzen einer antiarrhythmischen Therapie mit chemisch-definierten Substanzen und den Risiken durch eventuell auftretende proarrhythmogene Effekte abzuwägen. So entsteht häufig eine therapeutische Lücke, die Antiarrhythmika oder Digitalisglykoside nicht unbedingt erfordert, jedoch den Patienten mit seinen Beschwerden alleine lässt. Das ist dann der Fall, wenn psychovegetative Faktoren Herzfunktion und Herzrhythmus aus dem Takt bringen.
Der Patient klagt dann zwar über gelegentliches Herzstolpern, Herzrasen und Schwindel und fühlt sich körperlich erschöpft – aber bei der Untersuchung fehlt meist das organische Korrelat. Die therapeutische Lücke könnte das homöopathische Kombinationsarzneimittel Rytmopasc® schließen, legen die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung nahe.
Die Beobachtungsstudie schloss 34 Patienten mit Extrasystolen, paroxysmalen Tachykardien, Reizleitungsstörungen und koronaren Durchblutungsstörungen ein. Alle Teilnehmer bekamen täglich dreimal 20 Tropfen des Homöopathikums. 18 Patienten nahmen ihre zuvor verordneten Kardiaka (Calciumantagonisten, Betablocker, ACE-Hemmer, Digitalis) weiterhin ein. Die Beobachtungsdauer betrug mindestens drei bis maximal sechs Wochen.
„Alle klinischen Symptome besserten sich im Laufe der Behandlung deutlich oder bildeten sich sogar vollständig zurück“, informierte Studienleiterin Dr. Monika Peter-Giglio (Bad Nauheim) bei einer Pressekonferenz der Firma Pascoe. Rund 80 Prozent der Studienteilnehmer beurteilten die Wirksamkeit als gut bis sehr gut. Die Verträglichkeit war mit 94 Prozent sehr hoch. Diese Ergebnisse korrelierten auch mit den Langzeit-EKG-Aufnahmen. In den meisten Fällen seien die Herzfrequenzen kontinuierlich zurückgegangen, die Anzahl ventrikulärer und supraventrikulärer Extrasystolen verminderte sich, und die Schwere der Erkrankung, klassifiziert durch die Lown-Grade, verbesserte sich. Ob sich durch das Homöopathikum chemisch-synthetische Kardiaka einsparen lassen, hat die Studie nicht untersucht.
Rytmopasc ist ein homöopathisches Kombinationsarzneimittel, dessen wirksame Bestandteile ausschließlich als Urtinkturen sowie in niedrigen Potenzen (D2 und D3) vorliegen. Enthalten sind beispielsweise Weißdorn, Goldlack, Besenginster und Nitroglycerin. Damit hat Rytmopasc drei Angriffspunkte. Es erweitert die Herzkranzgefäße, wirkt auf das Myocard positiv inotrop und hat einen stabilisierenden Effekt auf das Reizbildungs- und Reizleitungssystem. Rytmopasc ist voll erstattungsfähig. Elke Wolf
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