ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Zahnärzte: Radikalreform gefordert

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Zahnärzte: Radikalreform gefordert

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2837 / B-2433 / C-2261

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LNSLNS Der Freie Verband plädiert für Vertrags- und Wahlleistungen.

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte hat sein Grundsatzprogramm aktualisiert. Zentrale Forderung bleibt die grundlegende Erneuerung des Gesundheitswesens. 6 000 Verordnungen seit Mitte der 70er-Jahre hätten die Probleme im Gesundheitswesen zu keiner Zeit in den Griff bekommen, sagte der Verbandsvorsitzende, Dr. Wilfried Beckmann, auf der Haupt­ver­samm­lung in Würzburg.
Das aktualisierte Konzept der Vertrags- und Wahlleistungen biete genügend Impulse für mehr Eigenverantwortung und Wettbewerb, sagte Beckmann. Das Prinzip „Subsidiarität vor Solidarität“ müsse endlich wieder Eingang in die gesellschaftliche Diskussion über das Gesundheitswesen finden. Nur so könne die Finanzierung der Gesundheitsversorgung auch in Zukunft gewährleistet werden.
Beckmann sprach sich deutlich gegen die aus seiner Sicht von der Politik geplanten Einkaufsmodelle aus und forderte stattdessen eine radikale Neustrukturierung des Gesundheitssystems. An Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt gewandt, betonte er, dass gerade der Mut zur Radikalreform Voraussetzung dafür sei, den Solidaritätsgedanken in der Kran­ken­ver­siche­rung zu sichern. Eigenverantwortung, Subsidiarität und Solidarität müssten in ein Gleichgewicht gebracht werden. Rund 23 000 Zahnärzte sind Mitglied des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte.
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