ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Österreich: Ambulanzgebühren

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Österreich: Ambulanzgebühren

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2840 / B-2415 / C-2261

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LNSLNS Seit dem 19. April werden die Patienten zur Kasse gebeten.
Mit der Einführung von Ambulanzgebühren werde die von der Politik erhoffte Verlagerung von Patienten aus Krankenhausambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten eintreten. Dieser Ansicht ist Dr. med. Otto Pjeta, Präsident der österreichischen Ärztekammer. Die Patienten hätten nicht gewusst, was mit den Gebühren auf sie zukomme. Nach Zustellung der ersten Rechnungen würden sie sich rasch der Veränderungen bewusst werden. Die Summe für einen Ambulanzbesuch beträgt 150 Schilling (10,90 A) bei Überweisung, 250 Schilling (18,10 A) ohne Überweisung.
Die niedergelassenen Ärzte sind Pjeta zufolge nicht erbaut über den erwarteten Patientenzuwachs. Um eine ausreichende Versorgung gewährleisten zu können, sollten zunächst die Angebote der niedergelassenen Ärzte ausgebaut werden. Rasch erfüllt werden müssten nun alte Forderungen nach mehr Geld für die Praktiker. 18 Milliarden Schilling verlangen die niedergelassenen Ärzte für die nächsten fünf Jahre von den Sozialversicherungen. Damit sollen Gruppenpraxen, neue Behandlungsmethoden und die erweiterte Versorgung finanziert werden. Zudem sollten die Krankenhausambulanzen nach den gleichen Richtlinien bezahlt werden wie die niedergelassenen Ärzte. Dann würde sich herausstellen, wo welche medizinische Leistung effektiver und kostengünstiger erbracht werden kann.
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