ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Integrierte Versorgung: Frankfurter Kliniken setzen auf Transparenz

POLITIK

Integrierte Versorgung: Frankfurter Kliniken setzen auf Transparenz

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2858 / B-2423 / C-2158

Spielberg, Petra

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Prof. Dr. med. Roland Kaufmann, Ärztlicher Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums, sieht in der Klinikallianz einen praktikablen Ansatz für eine bessere Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten. Diagnostik, Therapie und die medikamentöse Behandlung sollen aufeinander abgestimmt werden. Foto: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt
Prof. Dr. med. Roland Kaufmann, Ärztlicher Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums, sieht in der Klinikallianz einen praktikablen Ansatz für eine bessere Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten. Diagnostik, Therapie und die medikamentöse Behandlung sollen aufeinander abgestimmt werden. Foto: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt
Krankenhaus-Allianz will mit Informationen zum medizinischen Leistungsspektrum niedergelassene Ärzte an sich binden.


Die Vision von einem integrierten Versorgungsnetz wollen vier Frankfurter Kliniken verwirklichen. Erste Schritte zu einer strategischen Allianz sind getan.
Der Vorwurf der mangelnden Verzahnung der Versorgungsebenen ist inzwischen so häufig geäußert worden, dass hierin oftmals eine unabänderliche Tatsache gesehen wird. Vier führende Kliniken aus Frankfurt am Main wollen die eingefahrenen Strukturen nun aufbrechen. Dabei setzt die „Frankfurter Klinikallianz“ auf Service, Kooperation und Transparenz zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten.
Ziel des strategischen Zusammenschlusses, an dem das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, das Krankenhaus Nordwest, die Städtischen Kliniken Höchst und das Hospital zum Heiligen Geist mitwirken, ist es, Diagnostik und Therapie besser aufeinander abzustimmen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und die medikamentöse Behandlung zu optimieren.
„Im Vorfeld haben wir intensive Vorgespräche mit den in ortsansässigen Ärztenetzen organisierten niedergelassenen Kollegen geführt, um Bedürfnisse und Verbesserungsmöglichkeiten gemeinsam auszuloten“, erklärte der Ärztliche Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums, Prof. Dr. med. Roland Kaufmann.
Fazit der Gespräche: Grundlage für ein besseres Zusammenwirken zwischen den Versorgungsebenen sind ein Mehr an Transparenz und ein stärkerer Informationsaustausch.
Als erste Serviceleistung will die Allianz niedergelassenen Ärzten, aber auch Patienten ein medizinisches Informations- und Kommunikationsregister (Mediko) anbieten. Es soll das medizinische Leistungsspektrum der 54 Kliniken und 38 Institute der vier Partner abbilden sowie Sprechstunden und Ansprechpartner benennen. Kaufmann dazu: „Die Druckvariante ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich ab Ende dieses Jahres über unsere Service-Hotline kostenfrei abrufbar sein.“ In einem zweiten Schritt soll das Register auch online zur Verfügung stehen.
Außerdem hat sich die Allianz bereits darauf geeinigt, auf der Basis einer gemeinsame Software den elektronischen Datenaustausch zu verbessern. Nach Aussage ihres Sprechers Kaufmann hoffen die Beteiligten darauf, dass auch die niedergelassenen Ärzte diesem Schritt bald folgen werden und sich an die Kliniken anbinden.
Info-Hotline der Frankfurter Klinik-Allianz: (0 69) 75 80 42 15.
Petra Spielberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema