ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Hirntod: Es gibt klare Kriterien

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Hirntod: Es gibt klare Kriterien

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2874 / B-2444 / C-2289

Birk, Michael

Zu dem Leserbrief „Hirntod ist nicht Anästhesie“ von Dr. Hans-Joachim Ritz in Heft 41/2001:
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LNSLNS . . . Es gibt ganz klare, von der Bundes­ärzte­kammer definierte, Kriterien für die Feststellung des Hirntodes – nachzulesen in jedem Buch über Intensivmedizin, Neurologie etc. –, die von zwei unabhängigen, intensivmedizinisch erfahren Ärzten festgestellt werden müssen. Dazu gehört auch der irreversible Ausfall der Hirnstammreflexe, inklusive der eigenen Atmung. Kein hirntoter Mensch isst, trinkt oder reagiert auf Schmerzreize. Der von Dr. Ritz benutzte Begriff „subkortikales Leben“ ist in diesem Zusammenhang völlig fehl am Platz. Es heißt Hirntod, nicht Hirnrindentod! Kein hirntoter Mensch hat irgendeine Perspektive auf eine Erholung seiner Gehirnfunktionen. Seine Körperfunktionen werden lediglich durch die künstliche Beatmung aufrechterhalten, ein völlig unnatürlicher, erst durch die Intensivmedizin ermöglichter Zustand. Ein solcher Patient verstirbt augenblicklich, wenn man ihn dem „natürlichen Lauf der Dinge“ überlässt. Wenn bei einem Patienten der Hirntod ordnungsgemäß diagnostiziert wurde und eine Transplantation abgelehnt wird, dann bleibt nur noch das Abschalten der Beatmungsmaschine . . .
Michael Birk, Meindlstraße 18, 81373 München
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