ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Nordkorea: Vernebelungstaktik

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Nordkorea: Vernebelungstaktik

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2874 / B-2444 / C-2289

Ermes, Wolfgang

Zu dem Beitrag „Hilfe tut Not“ von Prof. Dr. med. T. S. Lie, Prof. Dr. phil. Paul U. Unschuld, Prof. Dr. med. Karsten Vilmar in Heft 40/2001:
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LNSLNS Der Bericht der Kollegen darf nicht unkommentiert bleiben. Die Situation in Nordkorea ist nicht nur auf medizinischem Sektor, sondern in erster Linie auf dem humanitären Sektor schwierig, weil dieses Land mit steinzeitkommunistischer Methodik brutal von einer kleinen elitären und parasitären Funktionärsclique unterdrückt wird. Was für ein einfältiger „Gutmensch“ muss man nur sein, um die Vernebelungstaktik eines kommunistischen Funktionärs nicht zu erkennen. Die „knappen Ressourcen“ des Landes werden keineswegs für menschliche Basisbedürfnisse wie Ernährung oder Gesundheit eingesetzt, sondern für Waffenprogramme (atomare), Militär und einen gigantischen Spitzelapparat, ähnlich wie in der überwundenen DDR, zur perfekten Unterdrückung des Volkes. Letztliche Hilfe kann den Nordkoreanern nur dadurch zuteil werden, dass man ihnen jegliche Hilfe und Unterstützung gewährt, sich aus eigener oder mit fremder Kraft von ihren parasitären und zynischen Unterdrückern zu befreien. Dann mag in des Diktators Kim Yong Il Privatkino zwar das Licht ausgehen, nicht aber in den Krankenhäusern von Pyongyang.
Dr. med. Wolfgang Ermes, Vorm Kleekamp 4–6, 58840 Plettenberg-Ohle
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