ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2001Kommunikation mit Patienten

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Kommunikation mit Patienten

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2878 / B-2446 / C-2292

Myerscough, Philip; Ford, Michael

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Kommunikation
Distanz und Engagement
Philip Myerscough, Michael Ford: Kommunikation mit Patienten. Die Chance des ärztlichen Gesprächs nutzen. Verlag Hans Huber, Bern, Göttingen u. a., 2001, 270 Seiten, 39,80 DM
Nach einer Einschätzung des Ombudsmanns des britischen Gesundheitswesens resultieren 90 Prozent aller Beschwerdefälle von Patienten nicht aus unzureichender medizinischer Behandlung, sondern aus Kommunikationsproblemen. Das mag übertrieben sein. Es ist aber einsichtig, dass Ärzte, die gut mit ihren Patienten umgehen können, seltener Probleme bekommen – Grund genug, sich früh um den „richtigen Draht“ zum Patienten zu bemühen. Zu diesem Zweck bietet sich das Buch „Talking with patients“ an, dessen dritte Auflage jetzt auf Deutsch erschienen ist.
Die Autoren plädieren für ein Gleichgewicht von Distanz und Engagement im Umgang mit den Patienten. Keineswegs sollte man versuchen, „man selbst“ oder „ganz natürlich“ zu sein. Im Gegenteil: Gerade die Kontrolle von Sympathie und Ablehnung zeugt von einer professionellen Distanz zum Patienten, die man nicht aufgeben sollte, da sonst Versagensängste und ein Burn-out-Syndrom drohen. Die 21 Kapitel des Buches erläutern an zahlreichen Beispielen, wie Kommunikationsprobleme bei Untersuchung, Sprechstunde und Visite entstehen und wie man diese vermeiden kann.
Das Buch wendet sich zwar überwiegend an Berufsanfänger, aber auch ältere Kolleken dürften Anregungen finden. Rüdiger Meyer
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