VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2001; 98(44): A-2906 / B-2468 / C-2312

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Walter Rummel. Foto: Universität des Saarlandes
Walter Rummel. Foto: Universität des Saarlandes
Prof. Dr. med. Walter Rummel, der bis zum 31. März 1990 das Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität des Saarlandes, Homburg/Saar, geleitet hat, wurde am 23. Oktober achtzig Jahre alt.
Rummel, in Freiburg im Breisgau geboren, wurde bei dem Pathologen Prof. Dr. med. Franz Büchner zum Dr. med. promoviert und erwarb 1952 in Düsseldorf die Venia Legendi für Pharmakologie und Toxikologie mit einer Studie „Energetik oder Organisation selektiver Permeation“. Er war als Oberarzt am Düsseldorfer Pharmakologischen Institut tätig, bis er 1958 auf das Ordinariat für Pharmakologie und Toxikologie in Homburg berufen wurde. Sein wissenschaftliches Werk, das insbesondere der Frage des Transportes durch biologische Membranen gewidmet ist, umfasst mehr als 300 Publikationen. Über fast zwei Jahrzehnte hat er den Homburger Sonderforschungsbereich „Membranforschung“ maßgeblich mitgestaltet. Neben seiner hohen Reputation als pharmakologischer Hochschullehrer, dessen Name weltweit durch das von ihm mit begründete, bis heute mit herausgegebene Lehrbuch „Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie“ unter Beweis gestellt wird, zeichnet sich der Nestor der Homburger Pharmakologie durch ein nie erlahmendes kritisches Engagement für eine rational begründete und vernünftige Pharmakotherapie aus.
Die Ärzteschaft ist ihm zu ganz besonderem Dank verpflichtet für seine uneigennützige, stets besonnene Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (1969 bis 1993). Wegen seiner ausgleichenden, das Wichtige vom Unwichtigen klar unterscheidenden Art war sein Rat in der Kommission unersetzbar. Von ihm als richtig erkannte Positionen konnte er freilich auch für die Kommission nach außen hin in großer Deutlichkeit vertreten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Auseinandersetzungen über Metamizol im Deutschen Ärzteblatt. M-Oe

Friedrich Stelzner. Foto: privat
Friedrich Stelzner. Foto: privat
Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Friedrich Stelzner, Facharzt für Chirurgie, ehemaliger Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Hamburg, später in Frankfurt und dann in Bonn, wird am 4. November 80 Jahre alt.
Friedrich Stelzner erhielt 1945 in Berlin die Approbation als Arzt; im gleichen Jahr wurde er an der Universität Würzburg zum Dr. med. promoviert; Habilitation 1952 in Erlangen.
Prof. Stelzner hat sich vor allem mit der Bauchchirurgie befasst, insbesondere mit der Chirurgie des Verdauungstraktes und mit der proktologischen Chirurgie. Wissenschaftlich beschäftigte er sich übewiegend mit funktionell morphologischen Problemen, mit der vergleichenden Anatomie in Bezug zur chirurgischen Praxis. Er hat 52 Bücher und Buchbeiträge sowie weitere 413 Aufsätze und andere Publikationen verfasst. 1985 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie e.V. Er ist Ehrenmitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften sowie langjähriges Mitglied der Leopoldina in Halle. Zahlreiche Preise und Ehrendoktorate wurden ihm verliehen. In Anerkennung seines Wirkens und seiner wissenschaftlichen Verdienste erhielt er 1993 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema