ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2001Psychosomatik: Curriculum entwickelt

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Psychosomatik: Curriculum entwickelt

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2916 / B-2476 / C-2320

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LNSLNS 50 Stunden psychosomatische Grundkompetenz in der Weiterbildung
Das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) fordert, in Abstimmung mit den anderen psychotherapeutischen Gesellschaften (Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie, AIM und Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin) psychosomatische Grundkompetenz in der Facharztweiterbildung in mindestens 50 Stunden zu vermitteln. Das Kollegium hat dazu ein Curriculum entwickelt. Es soll eine einheitliche Weiterbildung gewährleisten. Das Konzept sieht Folgendes vor:
- Zehn Stunden allgemeine psychosomatische Theorie: Dazu gehören ätiopathogenetische Modelle psychischer und psychosomatischer Störungen und diagnostische Grundlagen.
- 30 Stunden praktische Übungen zur Gesprächsführung: Zu den Themen zählen unter anderem die biografische und psychosoziale Anamnese, Aufklärungsgespräche bei Tumorerkrankungen und anderen schweren chronischen Erkrankungen, Angehörigengespräche, die Betreuung Suchtkranker oder der Umgang mit Kindern bei schmerzhaften Interventionen.
- Zehn Stunden dienen dazu, spezifisches psychosomatisches Wissen in den verschiedenen medizinischen Gebieten zu vermitteln.
Dieses Curriculum ist mit den Weiterbildungskatalogen verschiedener Fachgesellschaften, die sich mit der psychosomatischen Grundversorgung befassen, kompatibel und stellt hierfür einen Baustein dar mit dem Ziel, als Vertragsarzt psychosomatisch arbeiten zu können und die Bedingungen zur Abrechnung der EBM-Ziffern 850 und 851 zu erfüllen.
Bereits 1994 hatte der Deutsche Ärztetag beschlossen, die psychosomatische Grundversorgung in alle klinischen Facharzt-Curricula zu integrieren. Seither, so die DKPM, gebe es unterschiedliche Initiativen der Fachgesellschaften und der Lan­des­ärz­te­kam­mern, diesen Beschluss umzusetzen. Auch mit Blick auf die anstehende Reform der Weiterbildung gebe es weiterhin Klärungs- und Definitionsbedarf.
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