ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 6/2001Ausstellungsschwerpunkte im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie

Supplement: Praxis Computer

Ausstellungsschwerpunkte im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): [10]

EB; Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Data Vital: David-X
„David“, das Arztprogramm für niedergelassene Ärzte und Krankenhausambulanzen der Firma Data Vital, Göttingen, wurde aufgrund der ergonomischen Programmgestaltung mit dem Gütezeichen RAL und dem TÜV-Prüfsiegel ausgezeichnet. Das System läuft auf den Betriebssystemen Suse Linux oder SCO-Unix, die als besonders günstig, schnell und stabil gelten, und ermöglicht die serielle oder vernetzte Anbindung von alten Arbeitsplätzen (386/486er Rechner) sowie die Anbindung von Wyse120-kompatiblen Terminals. Mehr als 200 fachspezifische Formulare stehen zur Verfügung, ebenso wie die Funktion der Blankoformularbedruckung. Weitere Highlights sind die automatisiert durchführbare Datensicherung und Statistikerstellung über Nacht, die Funktionen Online-Statistiken und Praxisbudget sowie das Röntgenbuch.
Auf der Medica wird darüber hinaus „David-X“, die grafische Oberfläche des bewährten Arztprogramms, präsentiert.
(Halle 15/D 15)
Tappeser: Adamed Plus
Zu den Ausstellungsschwerpunkten von Tappeser, Schwerte, einem Unternehmen der DOCexpert Gruppe, gehören die „Multi-Diagnose-Systeme“ für das Praxissystem Adamed Plus zur Erstellung gängiger Behandlungsprofile, unter anderem von Asthma, Diabetes, Tumorerkrankungen, primärer Hypertonie, Multipler Sklerose und Schizophrenie. Der Arzt kann individuelle Patientenprofile anlegen und verwalten, sodass Daten automatisiert an die KV oder an Qualitätszirkel geliefert werden können. Ein weiteres Thema ist Linux und darauf basierende Modelle, die langfristig höhere Systemleistungen zu niedrigeren Kosten ermöglichen sollen. Gezeigt wird darüber hinaus die gesicherte Arztbrief-Übermittlung per VCS-Schnittstelle sowie Techniken der Sprach- und Bildverarbeitung.
(Halle 15/D57)
TurboMed: TurboMed@Windows
TurboMed@Windows mit grafisch-textueller Befundung
TurboMed@Windows mit grafisch-textueller Befundung
Hauptthema bei TurboMed, Kiel, ist die Praxisverwaltungssoftware „TurboMed@Windows“ mit einem erweiterten Funktionsumfang. So ist die Diktierfunktion direkt aus Microsoft-Word heraus zu bedienen. Der Arzt diktiert am PC seine Briefe, und die Helferin übernimmt diese sofort in die Textverarbeitung. Das Diktiergerät lässt sich unter MS-Word bedienen – lediglich eine Soundkarte und ein Mikrofon beziehungsweise ein Kopfhörer werden zusätzlich benötigt.
Der im Windows-Programm enthaltene Kommunikationsstandard VCS steht den Anwendern kostenfrei im Rahmen der monatlichen Softwarepflege zur Verfügung. Mit dem VCS-Modul „tmLook“ wurde eine leicht verständliche Oberfläche für die sichere Kommunikation integriert. Über die verfügbare „Stufe A“ des VCS können Ärzte via Intranet gesichert E-Mails mit Patientendaten und Karteikarteninhalten zwischen unterschiedlichen Praxis-EDV-Systemen austauschen.
Überarbeitet wurde die grafisch-textuelle Befundung, die einen umfangreichen Fundus an Darstellungen und Befunden enthält und zusätzlich ermöglicht, eigene Bilder und Befundungs-Bäume einzubinden. Aus der Karteikarte des Patienten ruft der Arzt die Befundung auf und wählt aus vorgegebenen oder selbstdefinierten Befundungen aus. Über die dazugehörigen Darstellungen kann der Nutzer mit der Maus navigieren und durch Anklicken Lokalisationen und/oder Befundungstexte aufrufen und zu einem Text zusammenstellen, der automatisiert in der multimedialen Karteikarte abgelegt wird.
Mit Workflow-Makros lassen sich wiederkehrende Abläufe der Praxis zusammenfassen. Ein Allgemeinarzt kann so die Befundung, Anamnese und Diagnose einschließlich Medikation und Leistungsziffern für häufig wiederkehrende Erkrankungen festlegen und mit wenigen Tasteneingaben bei jedem Patienten erneut abrufen. Alle notwendigen Eintragungen in der Karteikarte und in Formularen werden automatisiert generiert. Die Einträge sind editierbar.
Für die Währungsumstellung auf den Euro gibt es einen Euro/DM-Rechner im Programm, der bei Barzahlung mit beiden Währungen einen schnellen Überblick ermöglicht. Die eigentliche Euro-Umstellung im Programm erfolgt für den Anwender weitgehend unbemerkt mit dem Update zum Jahreswechsel. (Halle 15/B25)
GAP: Medizinisches Informationssystem Kauz
Die modular aufgebaute Softwarelösung „Kauz“ der Firma Gap, Mannheim, deckt sämtliche Bereiche der medizinischen Dokumentation, Leistungserfassung und Qualitätssicherung sowie des Controllings und der Kommunikation ab. Gezeigt werden Lösungen für die Bereiche Ambulanz, Station, Anästhesie und Radiologie. Darüber hinaus sind fachspezifische Dokumentationen realisiert. Offene Schnittstellen ermöglichen die Kommunikation mit anderen Systemen. (Halle 15/E 42)
Grafische Befundung in MedWinner’s
Grafische Befundung in MedWinner’s
med: Innovative EDV-Lösungen
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von med medicine online, Bergisch Gladbach, steht die Praxis-EDV-Lösung „MedWinner’s“. Das webbasierte Programm verbindet die Funktionen herkömmlicher Praxis-EDV-Systeme mit den Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten des Internets oder geschlossener Netze. Alle Formen der Online-Kommunikation lassen sich direkt in der Praxis-EDV nutzen, ohne dass zusätzliche Software eingesetzt werden muss. Sämtliche Anwendungen laufen unter einer Benutzeroberfläche.
Der Anwender kann aus der elektronischen Karteikarte heraus auf aktuelle Informationen im Internet, wie Leitlinien, Hinweise bei Vergiftungen, Impf-Ratgeber, zugreifen und diese patientenbezogen einfügen. Stichwörter, auf die das Programm kontextbezogen reagieren soll, können indiziert, mit Internet-Adressen verknüpft und per Mausklick aktiviert werden. Durch die integrierte Online-Fähigkeit und die Unterstützung der D2D-Telematik-Initiative der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein werden beispielsweise Praxisnetze optimal unterstützt.
Zu den Neuheiten des Programms gehören die Schnelleingabe zum Abarbeiten von Routineaufgaben sowie der Formular- und Vorlageneditor, mit dem der Arzt Druckvorlagen für eigene Formulare, Etiketten und Briefumschläge sowie individuelle Eingabemasken selbst erstellen kann (siehe auch PC 4/01). Mit der grafischen Befundung unterstützt das Programm den Anwender im Bereich der bildgebenden Dokumentation. So können im Rahmen der Befundung Bilder eingescannt oder von der Festplatte geladen, an einer beliebigen Stelle per Mausklick markiert und/oder beschriftet werden. Für Vergleiche oder Verlaufsdarstellungen lassen sich in einem Befund auch mehrere Bilder gegenüberstellen. Darüber hinaus können zum Beispiel anatomische Vorlagen und Schemata einmal eingescannt und als Anwendung hinterlegt werden, um
mit diesen künftig klinische Untersuchungsbefunde zu dokumentieren.
Mit „MedWinner's Archiv“ können Bilder, Dokumente und Videofilme aufgenommen und archiviert werden. Der Bildimport ist sowohl über Scanner, Videoquellen (Ultraschall, Endoskopie etc.) und Digitalkameras als auch über DICOM 3.0 möglich. Der patientenbezogene Zugriff auf archivierte Unterlagen ist aus der elektronischen Karteikarte heraus möglich. Per Hyperlinks kann der Arzt direkt auf die Inhalte im Praxisarchiv zugreifen.
Über die Terminverwaltung können Termine für Patienten aus der Patientensuchliste, den Wartezimmern und der Karteikarte heraus vereinbart, eingesehen, bearbeitet oder geändert werden. Bei der Terminvergabe werden Öffnungszeiten der Praxis, Feier- und Urlaubstage (auch einzelner Mitarbeiter) ebenso berücksichtigt wie Patientenwünsche. Zudem können Untersuchungsräume und Zeitraster für Untersuchungen eingegeben werden.
Das Labormodul wurde erweitert und verbessert: Die Laborziffern werden aus den Labordaten automatisiert in die Patientendokumentation übernommen. Mit dem Laborbuch steht eine zentrale Auftragsverwaltung von Laboraufträgen mit Filtermöglichkeiten zur Verfügung. Sämtliche Befunde werden in einem Befundpool verwaltet. Die am 1. Januar 2002 in
Kraft tretende neue LDT-Datensatzbeschreibung der KBV wird bereits unterstützt.
(Halle 14/B60)
promedico: Mobil und
plattformübergreifend
Nach eineinhalbjähriger Entwicklung stellt promedico, München, das plattformübergreifende Arztprogramm „javamed“ vor. Die Software verwendet die Programmiersprache JAVA und eine skalierbare SQL-Datenbank, sodass sie unter MS-Windows, MacOS oder Linux lauffähig ist. Ein weiterer Vorteil liegt in der Client-Server-Lösung, die ein standortunabhängiges Arbeiten zulässt und somit mehr Flexibilität für den Arzt bedeutet. Durch die offene Programmstruktur ermöglicht javamed eine benutzerorientierte Anpassung, beispielsweise bei der Praxisformulargestaltung. Darüber hinaus zeichnet sich die Neuentwicklung durch eine ergonomische Benutzeroberfläche aus, die dem Praxisablauf angepasst und intuitiv bedienbar ist. Bei der Praxis-Kommunikation wird durch die XML-Technologie eine einheitliche Ebene geschaffen. Die Zulassung bei der KV ist beantragt.
Der „pocDOC“ von promedico mit Docking-Station
Der „pocDOC“ von promedico mit Docking-Station
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Mit der mobilen Lösung „pocDOC“, einem Gemeinschaftsprojekt mit der Firma Annex, München, hat promedico eine easyWIN-Version für die Pocket-PCs von Compaq und Casio entwickelt. Über eine Schnittstelle werden die Patientendaten mit den Karteikarteneinträgen auf die Handheld-Computer geladen und können dann auf diesen bearbeitet werden. Auch eine Lösung mit einem integrierten Chipkartenlesegerät wird demnächst verfügbar sein.
Schließlich wird ein Praxismanagement-Tool vorgestellt, mit dem die Arztpraxis eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchführen kann.
(Halle 15/A48)
Mediamed: Neue Module
Mediamed Praxiscomputer, Hemsbach, stellt die neuen Module von „S3 Windows“ vor: Blankoformularbedruckung, Diabetes mit BDT2.0-Zertifizierung, datenbankgestützte Heilmittelverordnung, Makrosteuerung, Therapiespiegel, Online-Anbindung, Regressprophylaxe mit Medimed, IRIS (Internes Regress Informationssystem) und D2D-Kommunikation. Für verschiedene Fachgruppen sind darüber hinaus Facharztmodule erhältlich, die aus der gewohnten Anwendung heraus aufgerufen werden können und den Arzt als aktive Entscheidungshilfe bei der Patientenversorgung unterstützen.
Der elektronische „Therapiespiegel“ ist ein Werkzeug zur Beobach-tung und Dokumentation des Therapieverlaufs. Seine Funktionen unterstützen das Behandlungsgespräch in medizinisch-wissenschaftlicher und organisatorischer Hinsicht. So erarbeitet der Therapiespiegel für den S1/S3-Anwender automatisiert ein Dokument, das die relevanten Parameter der Therapien und die entsprechenden Effekte als Grafiken und Tabellen abbildet. Mit dem Tool lassen sich Verlaufskurven und Compliance-Leisten erstellen.
Auch unter S3 Windows kann der Arzt – bei nahezu vollständiger Bedienungskompatibilität – weiterhin DOS-Arbeitsstationen betreiben. Dies ermöglicht einen preiswerten Einstieg in die neue Technologie. (Halle 15/A41)
MediStar: Verson 4.0
Die Firma MediStar, Hannover, stellt „MediStar 4.0“ vor. Die Software, die im nächsten Jahr erhältlich sein soll, zeichnet sich durch eine vollgrafische Benutzeroberfläche aus.
Neuerungen der jetzigen Version sind ein grafischer Befundeditor, eine To-Do-Liste sowie Telefonieunterstützung. Sämtliche gängigen Formulare sind grafisch realisiert. Gemeinsam mit den anderen VDAP-Mitgliedern demonstriert das Unternehmen die Stufe B des VCS-Standards, die die zuweisende Kommunikation (Überweisung, Krankenhauseinweisung) umsetzt.
Mit der Praxislösung MovieStar 3.0 und der PACS-Variante STARC für Großpraxen und Kliniken werden Produktlinien aus dem Bereich des Bild- und Dokumentenmanagements gezeigt. Das Leistungsspektrum der Windows-Programme umfasst unter anderem die patientenbezogene Ablage, Verwaltung und Archivierung von Dokumenten, Ultraschallaufnahmen, Bildern aus der Spaltlampe und von anderen Geräten mit Videoschnittstelle sowie von Import-Dateien. Mit STARC lassen sich via DICOM Expertensysteme, digitale Röntgengeräte und X-Ray-Image-Reader anbinden. Die Lösungen sind unabhängig vom Praxiscomputersystem lauffähig.
(Halle 15/A57, A59)
Daisy: AdAkta PACS
Die Firma Daisy Archivierungssysteme, Ladenburg, stellt ein neues PACS-System vor: „AdAkta PACS“ dient zur Archivierung von digitalen Bildern verschiedener Modalitäten, wie CT, MR, digitales Röntgen, Gammakamera und anderen DICOM-Bildern. Zusätzlich können Dokumente über Scanner im selben Archiv abgelegt werden. Die Besonderheit des Systems ist
die schnelle Darstellung der Bilder im Viewer. Dies wird durch einen intelligenten Kompressionsalgorithmus erreicht, der auch die Netzlast erheblich reduziert. Über den Viewer lassen sich Untersuchungen auf einfache Weise vergleichen. Dabei können Bildserien entweder wie auf einem Lichtkasten oder als synchron durchlaufende Filme (cinemode) visualisiert werden. Mit Doppel-LCD-Monitoren können auch zwei Untersuchungen von jeweils 80 Bildern dargestellt werden.
„AdAkta PACS“ archiviert die Bilder auf DVD oder anderen Medien. Es unterstützt mehrere Jukeboxen im Netz, sodass auch Datenmengen im Terabyte-Bereich langfristig preisgünstig archiviert werden können. Als Datenbank werden SQL-Server eingesetzt. Die Archivierungslösung wird auf der Plattform „Qt“ (von Trolltech) entwickelt, sodass künftig der Einsatz unter Linux sichergestellt ist. Die Lösung kann auf bestehender Hardware eingesetzt werden. (Halle 11/E 13)
Röntgenaufnahme im mediDOK-Bildarchiv
Röntgenaufnahme im mediDOK-Bildarchiv
mediDOK: Anbindung an digitale Röntgensysteme
Die mediDOK Software-Entwicklungs GmbH, Dossenheim, zeigt neue Funktionen des mediDOK-Bild- und Dokumentenarchivs: Die Anbindung an digitale Röntgensysteme wurde um weitere Features er-gänzt. Neben der Archivierung von Bildern im DICOM 3.0-Format können auch Patientendaten über die DICOM-Schnittstelle an das Röntgensystem übergeben werden. Damit kann der Anwender direkt aus der Karteikarte des angebundenen Praxis-EDV-Systems Patientendaten an das Röntgensystem übergeben. Die manuelle Erfassung von Daten entfällt. Der Benutzer sieht im Bildarchiv auf Knopfdruck eine Liste der übertragenen Patientendaten, in der Bearbeitungszustände und Zeitdaten erfasst sind. Damit ist es möglich, spezielle Tageslisten oder Arbeitsprotokolle zu erstellen. Diese Listen können als Datei exportiert und mit Tabellenverarbeitungsprogrammen weiter bearbeitet werden.
Darüber hinaus wird ein Befundungsmodul vorgestellt, mit dem mediDOK-Anwender die Bilder, die über ein digitales Röntgensystem aufgenommen werden, befunden können. Integriert sind ein Vermessungs-Werkzeug, Spezialfilter, Window-Levelling sowie weitere Bildbearbeitungsfunktionen (Helligkeit, Kontrast, Drehen, Spiegeln und andere). (Halle 15/A39)
EB/KBr

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