ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2001Kernkraftwerke: Fortführung der Polemik

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Kernkraftwerke: Fortführung der Polemik

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2945 / B-2514 / C-2334

Körblein, Alfred

Zu dem Beitrag „Krebskranke Kinder und Kernkraftwerke: ,Datenfischen‘“ von Prof. Dr. med. Jörg Michaelis et al. in Heft 38/2001:
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LNSLNS Im Beitrag wird wieder einmal versucht, meine Arbeiten zum Thema Kinderkrebs um Kernkraftwerke (KKW) unglaubwürdig zu machen. Es ist die Fortführung der Polemik gegen mich auf der Homepage des Deutschen Kinderkrebsregisters. Der Hauptvorwurf ist, ich hätte die Daten vor der Formulierung der zu untersuchenden Fragestellung bereits gekannt, ich hätte also meine zu testende Hypothese an den Daten orientiert.
Wiederholt habe ich dem widersprochen. Ich kannte die Daten für Kleinkinder unter fünf Jahren nicht, bei denen sich eine deutliche Erhöhung der Krebsrate im Nahbereich deutscher KKW um 53 % zeigt. Ich hatte um die Überlassung der Daten für Kleinkinder gebeten, nachdem ich aus den veröffentlichten Daten für Kinder unter 15 Jahren eine um 22 % erhöhte Krebsrate um KKW errechnet hatte. Übrigens ergibt sich für akute Leukämien bei Kleinkindern im Nahbereich der KKW eine Erhöhung um sogar 76 %.
Zu meinem auffälligen Befund um bayerische KKW wird gesagt, eine Re-Analyse habe meine Ergebnisse nicht bestätigen können. Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um eine Re-Analyse, da ein ganz anderer Zeitraum untersucht wurde und deshalb auch ein anderes Ergebnis zu erwarten war. Die von mir im Zeitraum 1983 bis 1998 gefundene, signifikante Erhöhung der Krebsrate um bayerische KKW wurde kürzlich vom Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt und führte zu dem Beschluss, dass den Ursachen für die erhöhten Kinderkrebsraten um KKW mit weiteren Studien nachgegangen werden soll.
Dr. Alfred Körblein, Winzererstraße 48, 80797 München
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