BRIEFE

PEG-Sonde: Verwirrend

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2948 / B-2517 / C-2336

Bauch, P.

Zu dem Beitrag „Sterben und Überleben mit der PEG-Sonde“ von Dr. med. Peter Bartmann in Heft 38/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Nach sorgfältigem Studium der Veröffentlichung des Arbeitskreises für medizinische Ethik der Evangelischen Kirche muss ich als Palliativmediziner sagen, dass dieser Artikel mehr verwirrt, als uns hilft, es sollte ja eine Hilfestellung sein. Im DÄ wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei schwerstpflegebedürftigen Menschen, zum Beispiel Menschen mit Hirnausfall infolge Unfall, Schlaganfall oder Demenz, eine langfristige künstliche Ernährung erforderlich sei. Das in dem Artikel nur nebenbei erwähnte Frankfurter Urteil nach dem Bundesgerichtshof hat doch eindeutig an solch einem Fall mit ständiger Bewusstlosigkeit, keiner Kommunikation, uns die Entscheidung leicht gemacht, bei solch einem Patienten, natürlich nach einer gewissen Karenzzeit von etwa einem Vierteljahr oder einem halben Jahr, dass dann ein Behandlungsabbruch gestattet und auch menschenwürdig sei. Der Mensch hat auch ein Recht auf ein menschenwürdiges Sterben, siehe Küng,
katholische Kirche, und dazu gehört meinem Verständnis nach auch dieser Patientenkreis. Wenn zusätzlich eine eindeutige schriftliche Patientenverfügung auch für solche Fälle vorliegt, sollte nicht gezögert werden, diesen Behandlungsabbruch zu konstatieren. Natürlich wird Flüssigkeit gegeben und die normale körperliche Pflege weitergeführt.
Dr. med. P. Bauch, Kreis- und Stadtkrankenhaus, Landrat-Beushausen-Straße 26, 31061 Alfeld/Leine
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema