ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2001Arzt, Patient und Familie

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Arzt, Patient und Familie

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2949 / B-2502 / C-2346

Cierpka, Manfred; Krebeck, Sabine; Retzlaff, Rüdiger

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Familienmedizin
Übersichtlich und verständlich
Manfred Cierpka, Sabine Krebeck, Rüdiger Retzlaff: Arzt, Patient und Familie. Klett-Cotta/ J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Stuttgart, 2001, 247 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 59 DM
Familienmedizin, so könnte man meinen, sei eine Domäne der hausärztlichen Tätigkeit – schließlich kennt der Hausarzt oft die gesamte Familie, manchmal über Generationen hinweg. Und Hausärzte wissen: Angehörige von Kranken können nicht nur Widerstand gegen Behandlungen verstärken oder zu geschätzten „Mitbehandlern“ werden, oft entsteht oder eskaliert eine Symptomatik auch erst im Zusammenhang mit einer problematischen Familiensituation. Die Autoren beschreiben, wie wertvoll es für Ärzte aller Fachrichtungen, auch Kliniker, sein kann, das Behandlungsdreieck Arzt – Patient – Familie zu berücksichtigen. Sie stellen praxisorientierte Konzepte vor, wie und in welchem Ausmaß das Einbeziehen von Familienangehörigen gelingen kann. Sie zeigen, wann der behandelnde Arzt sich eher schützen muss (wenn er zum Beispiel in die Rolle eines „Familienrichters“ gedrängt werden soll) oder was bei einem Konflikt zwischen Arzt und Familie zu tun ist. Beschrieben wird aber auch, wie zeit- und kräftesparend die „biopsychosoziale“ Vorgehensweise bei der Behandlung von Patienten ist. Da das Buch sehr übersichtlich und verständlich geschrieben ist, erfährt der Leser ganz nebenbei eine Menge über Familienmuster, Kohäsion, Stabilität und Flexibilität in Familien und familienmedizinische Grundstrategien. Ulrike Fangauf
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