ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2001Transposition der großen Arterien: Gute Ergebnisse der arteriellen Switch-Operation

MEDIZIN: Referiert

Transposition der großen Arterien: Gute Ergebnisse der arteriellen Switch-Operation

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2964 / B-2508 / C-2352

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LNSLNS Die Transposition der großen Gefäße ist eine mit dem Leben nicht vereinbare kardiovaskuläre Missbildung. Durch Anlegen von Shunts lässt sich zwar eine kurzfristige Palliation erzielen, ein Langzeitüberleben ist hierdurch jedoch nicht möglich. Auch Umleitungsoperationen auf Vorhofebene führen nur kurz- bis mittelfristig zu einer Besserung, da der rechte Ventrikel auf Dauer nicht dem systemischen Widerstand gewachsen ist. Die prinzipiell wünschenswerte Korrektur auf arterieller Ebene ist nur in der frühen Neugeborenenphase möglich, da sonst der linke Ventrikel hypotrophiert und bei einer späteren Korrektur ebenfalls dem systemischen Widerstand nicht standhält.
Aus der kardiochirurgischen Abteilung eines großen Pariser Krankenhauses wird nun über die Erfahrung mit der arteriellen Switch-Operation bei Neugeborenen berichtet. 432 Neugeborene, die zwischen 1987 und 1999 innerhalb der ersten Lebenswoche operiert worden waren, wurden nachuntersucht. 26 Patienten waren trotz des Eingriffs verstor-
ben, davon 16 wegen Myokardischämie. Risikofaktoren hierfür waren Untergewicht, begleitende kardiale Missbildungen, schwierige Koronaranatomie sowie die anfängliche Unerfahrenheit der Chirurgen mit der neuen Methode. Die Überlebensrate betrug nach fünf Jahren 94 Prozent, dabei führten 90 Prozent der Patienten ein normales Leben.
Aufgrund der exzellenten Ergebnisse favorisieren die Autoren bei dieser Missbildung die beschriebene Operationsmethode und erwarten auch einen günstigen langfristigen Verlauf. acc

Pretre R et al.: Results of the arterial switch operation in neonates with transposed great arteries. Lancet 2001; 357: 1826–1830.

Dr. Pascal Vouhe, Department of Cardiovascular Surgery, Hopital Laennec-Necker, 75743 Paris, Cedex 15, Frankreich.

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