ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2001Der Mäusemörder. Roman

VARIA: Bücher

Der Mäusemörder. Roman

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2975 / B-2537 / C-2356

Klöppel, Renate

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Kriminalroman
Aus dem Forschermilieu
Renate Klöppel: Der Mäusemörder. Roman, Schillinger Verlag,
Freiburg, 2001, 222 Seiten, 18 DM


Im (fiktiven) Institut für Molekulargenetik der Universität Freiburg geschehen merkwürdige Dinge. Es werden Daten vom Computer gelöscht, Kulturen von menschlichen Zellen zerstört und Mäuse getötet. Auf den neuen Institutsleiter Prof. Alexander Kilian werden sogar mehrere Attentate verübt. Für diese Anschläge kommen einige Verdächtige infrage: Kilians verschuldete Ehefrau, der eifersüchtige stellvertretende Institutsleiter sowie ein wegen Forschungsfälschungen entlassener Mitarbeiter. Gleichzeitig häufen sich in Freiburg Todesfälle infolge von Botulismus. Als schließlich auch Kilian lebensgefährlich an Botulismus erkrankt, ist sich sein Freund Jörg Geßler, Hauptkommissar bei der Freiburger Kriminalpolizei, sicher, dass die bisherigen Vorkommnisse keine Zufälle waren. Er nimmt die Ermittlungen auf und stellt tatsächlich fest, dass der Urheber der Anschläge von Anfang an vorhatte, Kilian zu ermorden. Der Täter verrät sich schließlich selber und bringt sich in eine für ihn aussichtslose Situation.
Es ist der Kinderärztin Dr. med. Renate Klöppel gelungen, einen packenden Krimi aus dem Forschermilieu zu schreiben. Dabei geht sie auf unterhaltsame Weise einige zentrale Themen an: die Hierarchien in Universitätsinsti-tuten; die Entstehung von Forschungsfälschungen, aber auch private Eifersüchteleien und Intrigen. Zwar ist das Buch keine literarische Meisterleistung, die Personen sind jedoch durchweg differenziert gezeichnet, und es gelingt der Autorin, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gisela Klinkhammer
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