VARIA: Bücher

Friedrich der Große

Dtsch Arztebl 2001; 98(45): A-2975 / B-2537 / C-2356

Wolff, Günther

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LNSLNS Geschichte
Starker Geist – schwacher Körper
Günther Wolff: Friedrich der Große. Krankheiten und Tod. Verlag Waldkirch, Mannheim, 2000, 222 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen, kartoniert, 58 DM
Er war nicht sehr gesund, der Alte Fritz, und der Koch sein größter Feind. Ein Gourmet und Gourmand, der die französische Lebensart bevorzugte. Schon als Mittvierziger fühlte er sich alt und brauchte einen Krückstock. Neben der Gicht plagte ihn vieles andere. Seine Leibärzte hatten es nicht leicht mit ihm, denn er wollte sich nicht helfen lassen. Heimlich hielt er sie für Quacksalber, er soll gesagt haben: „Sie seind große Idioten.“ Glücklich der Arzt, den er als einen „wahren Sohn Äskulaps“ betrachtete. Stets sah er Tätigkeit als bestes Heilmittel an. Lebenslang kämpfte sein starker Geist gegen den schwachen Körper. Dieser innere Kampf war womöglich noch schwerer als der gegen seine äußeren Feinde. Sein Motto war: Als König denken, leben und sterben.
Ein umfangreiches Studium war für dieses Buch notwendig. Man spürt, dass der Verfasser, ein Internist mit starkem Interesse für Geschichte, seinem Gegenstand in Liebe hingegeben war. Dieser Enthusiasmus springt auf den Leser über, und Friedrich der Große wird ihm als Mensch sehr sympathisch. Die 168 Literaturangaben sind in den Text eingearbeitet, um lästiges Nachschlagen zu vermeiden. Am Schluss findet sich ein Namensverzeichnis. Maja Rehbein
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