ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2001Disease-Management-Programme: Kein Beleg für Effizienz

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Disease-Management-Programme: Kein Beleg für Effizienz

Dtsch Arztebl 2001; 98(46): A-2992 / B-2552 / C-2364

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LNSLNS Kritik am RSA-Gutachten von Lauterbach und Wille

Die Gesetzesänderung zum Risiko­struk­tur­aus­gleich (RSA) wurde nicht zuletzt auf Grundlage des Gutachtens „Modell eines fairen Wettbewerbs durch den Risiko­struk­tur­aus­gleich“ von Karl W. Lauterbach und Eberhard Wille vorbereitet. In einer Analyse dieses Gutachtens kommen Bertram Häussler, Gerd Glaeske und Holger Gothe zu dem Ergebnis, dass sich dort keine Belege für die Kostenwirksamkeit von Disease-Management-Programmen (DMP) im Allgemeinen und im Besonderen unter deutschen Verhältnissen finden lassen („Arbeit und Sozialpolitik“, Heft 9–10/ 2001). Anstelle von Fakten und präzisen Angaben biete das Gutachten lediglich vage Formulierungen. Auch in der von Lauterbach und Wille zitierten Originalliteratur finde sich kein Beleg für ökonomische Vorteile von Disease-Management-Programmen. Diese stellten zwar eine wichtige Option für eine verbesserte Gesundheitsversorgung dar; als ein risikohaftes Unternehmen bezeichnen die Autoren aber den sofortigen flächendeckenden Einsatz von DMP in der Hoffnung auf positive wirtschaftliche Effekte.
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