ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2001Diabetes und Migranten: Schlecht versorgt

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Diabetes und Migranten: Schlecht versorgt

Dtsch Arztebl 2001; 98(46): A-2994 / B-2533 / C-2252

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LNSLNS Sprache, Kultur und Religion muss Eingang
in die Behandlung finden.
Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus, davon mindestens 600 000 Migranten. Untersuchungen zufolge sei die Diabeteshäufigkeit unter Migranten höher als unter der deutschen Ursprungsbevölkerung, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Psychologie und Verhaltensmedizin in der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG) bei ihrer Jahrestagung in Bad Neuenahr. Herkömmliche Therapieangebote seien aber für Migranten oft ineffektiv. Ursachen seien Kommunikationsprobleme, fehlendes Verständnis der Therapeuten für die andere Mentalität, Kultur und Religion sowie andere Essgewohnheiten.
Die DDG fordert daher, Modellprojekte zur Verbesserung der Behandlungsqualität zu initiieren sowie Mittel für die Versorgungsforschung und ein spezielles Disease Management bereitzustellen. Zudem sollen muttersprachliche Schulungs- und Behandlungsangebote zur Verfügung gestellt werden, interkulturelle Inhalte in die Ausbildung aufgenommen und die Kontakte zu Selbsthilfeorganisationen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften der Herkunftsländer ausgebaut werden.
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