ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2001Disease-Programme: Kausalitäten definieren

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Disease-Programme: Kausalitäten definieren

Dtsch Arztebl 2001; 98(46): A-3032 / B-2582 / C-2391

Burgdorf, Volker

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LNSLNS . . . Als ich Ihren Artikel las, packte mich die schiere Wut. Es kann doch nun wirklich nicht unsere Aufgabe sein, sich darüber Gedanken zu machen, wie irgendwelche Gelder zwischen den Krankenkassen hin- und hergeschoben werden. In den Vorstandsetagen scheint man immer noch nicht begriffen zu haben, dass wir eine arbeitsteilige Gesellschaft sind. Wir bieten Leistungen zu einem adäquaten Honorar an. Die Versicherungen müssen entscheiden, was sie an möglichen Leistungen „kaufen“ wollen. Mit unserem besserwisserischen Dazwischengequatsche haben wir uns in eine fatale Situation begeben. Die einen entscheiden nach Belieben. Wir halten unseren Kopf hinsichtlich der Rechtfertigung und auch der Verantwortung hin. Wir müssen endlich einmal den Mut aufbringen, die Entscheidungsrisiken denen zu überlassen, die die Entscheidungen auch wirklich treffen. Unsere Aufgabe sollte es nur sein, auf mögliche Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. Wenn die Gegenpartei dennoch auf ihrem Standpunkt trotz möglicher Nachteile für die Patienten verharrt, sollte man, wenn keine akute Notfallsituation da ist, sich nicht scheuen, seine Patienten an die Krankenkassen oder ihre Wahlkreisabgeordneten zu verweisen. Wenn die Krankenkassen oder die Politiker meinen, dass sie ein Diabetikerprogramm auch ohne uns verwirklichen können, soll man sie lassen.
Das Elend der Kassenärzte ist nicht nur das Ergebnis politischer Entwicklungen. Ein wesentlicher Grund des Niedergangs ist die ärztliche Unfähigkeit, klare Kausalitäten zu definieren und entsprechend zu handeln . . .
Dr. med. Volker Burgdorf, Elberfelder Straße 20, 58095 Hagen
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