ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2001Kinderunfallversicherung: Eigenvorsorge ist unverzichtbar

Versicherungen

Kinderunfallversicherung: Eigenvorsorge ist unverzichtbar

Dtsch Arztebl 2001; 98(46): [95]

Combach, Rolf

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Die gesetzlichen Unfallversicherungen können bei Unfällen mit Kindern
nur eingeschränkt Hilfe anbieten.


Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) schätzt, dass in Deutschland jährlich mehr als 1 500 Kinder einen Unfall mit bleibenden Schäden erleiden. Häufige Unfallfolgen mit bleibenden Behinderungen sind Amputationen, Rückenverletzungen und Schädel-Hirn-Verletzungen. Neben der Sorge um die medizinische Behandlung und die Fragen zur beruflichen Perspektive des Unfallopfers sind die Betroffenen und ihre Angehörigen häufig auch von finanziellen Nöten geplagt. So sind möglicherweise der rollstuhlgerechte Umbau der Wohnung oder die behindertengerechte Umrüstung des Autos erforderlich. Besonders bei jungen Unfallopfern, die aufgrund ihrer Behinderung kaum eine Chance haben, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, stellt sich das Problem der zukünftigen Absicherung.
Gesetzliche Unfallversicherungen bieten bei einem Kinderunfall für derartige Probleme nur eingeschränkte Hilfe an. So ist zum Beispiel die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Schäden, die im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Weg zu diesen Einrichtungen entstehen, zuständig. Die Pflegeversicherung kommt nur für Bedürftigkeit in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung auf. Leistungen für sonstige Anschaffungen und Beiträge zum Lebensunterhalt sind dabei aber nicht gedeckt. Die Absicherung durch eine private Unfallversicherung ist deshalb eine wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Versorgung. Eine Kinderunfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 400 000 DM kostet etwa 150 DM jährlich. Mit der Auszahlung der Versicherungssumme im Schadensfall sind Anschaffungen und Maßnahmen möglich, die den Lebensalltag von Unfallopfern je nach den individuellen Bedürfnissen und Notwendigkeiten erleichtern. Rolf Combach
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