ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Berliner Pflegeprojekt: Seltener ins Krankenhaus

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Berliner Pflegeprojekt: Seltener ins Krankenhaus

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3080 / B-2616 / C-2424

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LNSLNS Erfolgreiches Modell wird bis 2006 verlängert.

Das Berliner Projekt „Ärztliche, pflegerische und therapeutische Betreuung Schwerstkranker in stationären Pflegeeinrichtungen“ wird bis zum Jahr 2006 verlängert. Bei dem Reformansatz, der die Versorgungskette zwischen Akutkrankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen ergänzt, kooperieren seit 1998 die Kassenärztliche Vereinigung Berlin, die Berliner Krankenhausgesellschaft, der Verband der Privatkrankenanstalten Berlin-Brandenburg, AOK und IKK Berlin sowie die Sozialhilfeträger.
An dem Projekt nehmen 40 der 284 stationären Pflegeeinrichtungen im Land Berlin teil. Ihre Bewohner erhalten zusätzlich zur pflegerischen eine ärztliche und therapeutische Betreuung. Qualitätsstandards sind die Erreichbarkeit der Ärzte rund um die Uhr, mindestens eine Visite pro Woche sowie gemeinsame Fallbesprechungen von Pflegepersonal, Ärzten und Therapeuten. Dadurch sei es gelungen, schwer kranke Pflegebedürftige in einer persönlichen Atmosphäre ganzheitlich zu betreuen, erklärte Elimar Brandt, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Projektes. Gleichzeitig konnten die Zahl der Krankenhauseinweisungen um die Hälfte und die Gesamtkosten in den teilnehmenden Einrichtungen um ein Drittel gesenkt werden. Das geht aus der vergleichenden Auswertung der 40 teilnehmenden und der nicht teilnehmenden Einrichtungen aus dem Jahr 2000 hervor.
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