ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Arzneimittel-Versand: Kassen fordern Freigabe

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Arzneimittel-Versand: Kassen fordern Freigabe

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3081 / B-2617 / C-2425

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LNSLNS Initiative rechnet mit Einsparungen in Höhe von 600 Millionen DM.
Ein Zusammenschluss von Ersatz- und Betriebskrankenkassen setzt sich für den Versandhandel von Medikamenten ein. Dadurch sei mit Einsparungen in Höhe von 600 Millionen DM jährlich zu rechnen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, Ingo Kailuweit, in Berlin.
Um den Schutz des Verbrauchers bei zum Beispiel über das Internet bestellten Medikamenten sicherzustellen, legte die „Initiative für den Arzneimittelversandhandel“ (www.pro-dsa.de) ein Sieben-punkteprogramm vor. Danach soll stets ein Apotheker die Zusammenstellung eines Arzneimittelpakets überwachen. Verschreibungspflichtige Mittel gebe es nicht ohne ärztliche Verordnung. Versandhandelsapotheker müssten sich zudem den gleichen amtlichen Kontrollen unterziehen wie herkömmliche und dürften ihren Betrieb nur dann aufnehmen, wenn sie ein amtliches Gütesiegel besitzen. Die Initiative wird getragen von der KKH, der Techniker Krankenkasse, der Gmünder ErsatzKasse, der BKK Post sowie 27 weiteren Betriebskrankenkassen.
Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hält den Versandhandel mit Arzneimitteln für „reine Rosinenpickerei“. Die Initiative sei der Beginn einer „groß angelegten Kampagne“ gegen die Apothekenstruktur, sagte ABDA-Präsident Hans Günter Friese. Die Pläne führten dazu, dass künftig die Versandapotheken für das lukrative Geschäft mit hochpreisigen Arzneimitteln und die öffentlichen Apotheken für die schnelle und effiziente Versorgung zuständig seien.
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