ArchivDeutsches Ärzteblatt40/1996Infektionsprophylaxe bei vorzeitigem Blasensprung

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Infektionsprophylaxe bei vorzeitigem Blasensprung

EB

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LNSLNS Schwangere mit vorzeitigem Blasensprung haben bei Schnittentbindungen ein höheres Infektionsrisiko als Patientinnen mit präoperativ intakten Eihüllen. Durch eine Antibiotikaprophylaxe kann jedoch die Gefahr einer Uterusinfektion und nachfolgender Endometritis bei diesen Patientinnen deutlich gesenkt werden.
In einer randomisierten Doppelblind-Studie, an der 91 Frauen teilnahmen, haben Wissenschaftler die Wirkung von Ampicillin in Kombination mit dem Betalaktam-Inhibitor Sulbactam (Combactam®, Pfizer) mit der von Ampicillin allein verglichen. Unmittelbar nach Abklemmen der Nabelschnur wurde eine Einzeldosis Ampicillin (2 g) mit oder ohne Sulbactam (1 g) intravenös verabreicht.
Bei den Frauen mit vorzeitigem Blasensprung, die mit der Kombination behandelt wurden, kam es wesentlich seltener zu postoperativen Infektionen des Endometriums als in der Kontrollgruppe (8,8 Prozent gegenüber 35,3 Prozent). Bei Patientinnen mit präoperativ intakten Eihüllen beeinflußte die Gabe von Sulbactam das Infektionsrisiko nicht. EB
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