ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Latexallergien: Deutlicher Rückgang

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Latexallergien: Deutlicher Rückgang

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3081 / B-2617 / C-2425

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Verantwortlich für die Zunahme an Allergien waren gepuderte Handschuhe. Foto: Peter Wirtz
Verantwortlich für die Zunahme an Allergien waren gepuderte Handschuhe.
Foto: Peter Wirtz
Aufklärung zeigt Wirkung.

Die Zahl der bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gemeldeten Latexallergien ist in den vergangenen Jahren um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Während 1998 noch 1 262 Verdachtsmeldungen auf Berufskrankheit infolge Latexallergie bei der BGW eingingen, sank diese Zahl im Jahr 2000 auf 600 Verdachtsfälle. Nach Angaben der BGW setzt sich dieser Trend auch im Jahr 2001 fort.
Die starke Zunahme von Latexallergien in den 90er- Jahren vor allem beim medizinischen Personal sei auf die Verwendung der gepuderten Latexhandschuhe zurückzuführen. Das Puder bindet die Latexallergene und überträgt sie auf die Haut; durch Aufwirbeln beim An- und Ausziehen geraten sie zudem in die Atemwege. Eine Aufklärungskampagne der Berufsgenossenschaft habe dazu beigetragen, den Anteil gepuderter Handschuhe sehr stark zu reduzieren. Derzeit würden zu 90 Prozent ungepuderte Latexhandschuhe verwendet.
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