ArchivDeutsches Ärzteblatt40/1996Mobile Funktelefone: Wie aus dem Handy ein mobiles Büro wird

VARIA: Technik für den Arzt

Mobile Funktelefone: Wie aus dem Handy ein mobiles Büro wird

Bantle, Frank

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LNSLNS Einen Arbeitstag ohne Handy können sich viele Geschäftsleute gar nicht mehr vorstellen. Für sie gehören die praktischen Funktelefone längst zur Standardausrüstung. Daß ein Handy aber weitaus mehr leisten kann, als zum Telefonieren benutzt zu werden, wissen die wenigsten. Denn vieles, was über eine herkömmliche Telefonleitung erledigt werden kann, läßt sich auch drahtlos durchführen: Faxe empfangen und versenden, Daten (Texte und Grafiken) übertragen sowie elektronische Post verschicken. Selbst Online-Dienste wie TOnline/Datex-J, Compuserve oder das Internet lassen sich über das Handy erreichen. Wo auch immer der Anwender unterwegs ist, die Kommunikation funktioniert. Im Gegensatz zu einem Leitungsnetz erlaubt die Verbindung per Funk höchste Mobilität. Auch im Ausland arbeiten bereits in mehr als 60 Staa-ten Funknetze nach dem weltweit genormten GSM-Standard (Global System for Mobile Telecommunications), und zu den vorgeschriebenen Diensten gehört auch die Möglichkeit zur Fax- und Datenübertragung. So bleiben D1- und D2-Kunden beispielsweise auch in Frankreich, Großbritannien oder in der Schweiz auf Empfang. Wer unterwegs sein Mobiltelefon multifunktional nutzen möchte, benötigt folgende Geräte: ein Notebook oder Faxgerät, ein Funktelefon und einen passenden Datenadapter, die sogenannte PCMCIA-Karte. Die Aufgabe des Datenadapters: er wird zwischen Handy und Notebook oder Faxgerät angeschlossen und bereitet die Daten des Faxgeräts oder Computers so auf, daß sie sich über die Mobilfunknetze versenden lassen. Die angeschlossenen Computer können übrigens mit jedem Modem oder Faxgerät im Festnetz kommunizieren – unabhängig davon, ob es sich bei der Gegenstelle um einen analogen oder einen ISDN-Anschluß handelt. Derzeit ist noch nicht jeder Handy-Typ für das mobile Büro geeignet, aber in Zukunft werden nahezu alle Funktelefone entsprechend ausgerüstet sein. Bei der mobilen Fax- und Datenübertragung – die Gebühren richten sich nach den unterschiedlichen Netzbetreibern – sollten Anwender folgendes beachten:
Je nachdem, in welcher Systemwelt der Anwender an seinem stationären Arbeitsplatz zu Hause ist, sollte er sich auch zum mobilen Einsatz für einen Windows-PC oder einen Apple Macintosh entscheiden. Zur Pflichtausstattung gehört ein Steckplatz für ein oder besser zwei PCMCIA-Karten (ScheckkartenErweiterungskarten). Dieser Steckplatz muß den Datenfunk-Adapter aufnehmen. Falls noch ein älteres Notebook verwendet wird, das noch keinen PCMCIA-Steckplatz besitzt, können trotzdem die ScheckkartenErweiterungskarten benutzt werden. Die PCMCIA-Karte wird in diesem Fall in einen externen Adapter eingesetzt. Wer in erster Linie am mobilen Empfang und Versand von Fernkopien interessiert ist, für den kommt auch ein mobiles Faxgerät in Frage. Die tragbaren Fernkopierer drucken empfangene TelefaxNachrichten sofort auf Thermopapier aus. Zum Versand von Faxen besitzen die Geräte wie die Modelle im Büro einen Scanner, so daß Papiervorlagen direkt eingelesen und versendet werden können.
Neben Notebook-Rechnern verfügen auch zunehmend Electronic Organizer über einen DatenadapterSteckplatz. Wenn für die Taschencomputer dann auch noch die passende Software erhältlich ist, können auch mit ihnen in vollem Umfang über das Handy Faxe versandt und empfangen, Dateien übertragen oder auf Online-Dienste zugegriffen werden. Für die Nutzer bedeutet die neue Technik höchste Mobilität und ständige Erreichbarkeit. Frank Bantle
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