ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Krankenhäuser: Ein weiteres Argument

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Krankenhäuser: Ein weiteres Argument

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3112 / B-2643 / C-2449

Kulka, P. J.

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LNSLNS Neben den vielen von Ihnen genannten Argumenten scheint mir noch ein weiteres für den Erhalt des Privatliquidationsrechtes im Krankenhaus zu sprechen. Es ist heute gängige Praxis, dass von Chefärzten nicht nur eine umfassende fachliche Qualifikation, sondern auch eine wissenschaftliche Qualifikation (Habilitation) gefordert wird. Neben der Befriedigung der wissenschaftlichen Neugier ist damit die Möglichkeit, durch eine entsprechende wissenschaftliche Betätigung im Rahmen der Facharztweiterbildung, eine fachlich anspruchsvolle und auch finanziell angemessen dotierte Stellung im Krankenhaus zu erlangen, ein wichtiger Promoter für die Generierung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Ich gehe davon aus, dass der Wegfall des Liquidationsrechtes im Krankenhaus zu einer deutlichen Verschlechterung der Einkommensverhältnisse leitender Krankenhausärzte führen wird . . . Eine Drift hin zur Niederlassung wäre die Folge. Da im niedergelassenen Bereich in aller Regel eine wissenschaftliche Qualifikation nicht erforderlich ist, würde der Wegfall der Privatliquidationsmöglichkeit im Krankenhaus letztendlich auch die wissenschaftliche Produktivität der Universitätskliniken nachhaltig beeinflussen . . .
Priv.-Doz. Dr. med. P. J. Kulka, Evangelisches Krankenhaus Oberhausen, Postfach 10 04 25, 46004 Oberhausen
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