ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Gesundheitswesen: Wer hat den Mut?

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Gesundheitswesen: Wer hat den Mut?

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3114 / B-2644 / C-2450

Wiegel, Bernhard

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LNSLNS Der wichtigste Satz ist der Schlusssatz: Wer hat den Mut, sich dieses brisanten, aber auch sehr komplexen Themas wirksam anzunehmen? Hier muss die Frage folgen: Wer ist hierzu verpflichtet? Wozu ist er verpflichtet? Hier, liebe Kolleginnnen und Kollegen, geht es um unser ärztliches Ethos. Hier geht es um grundsätzliche Ordnung oder Neu-Ordnung, wie sie bereits in den Jahren 1231 bis 1241 als Konstitutionen von Melfi unter Kaiser Friedrich II. versucht und in Sizilien auch durchgesetzt wurde. Und bei uns?
Es geht aber auch um das in der Weiterbildung erlernte und vorgelebte Beispiel, um das in der Situation einer nichtkostendeckenden Honorierung unter den Bedingungen der Selbstverwaltung als normal begriffene tägliche Miteinanderumgehen der ärztlichen Kollegenschaft. Es geht um eine Honorierung ärztlicher Leistungen, die immun macht gegen die Anfechtungen, wie sie Transparency International in moderater Form aufzuzeigen versucht. Es geht um die ärztliche Freiberuflichkeit. Es geht um Transparenz für denjenigen, der im Krankheitsfall vertrauen muss; vertrauen darauf, dass Notwendiges und Sinnvolles allein aus medizinischen Gründen geschieht und nicht aus Gründen der Günstigkeit für den Erbringer ärztlicher Leistungen.
Dr. Bernhard Wiegel, Brunnwiesenstraße 5, 94469 Deggendorf
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