ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001CD-ROM: Illustrierte Medizingeschichte als digitales Archiv

VARIA: Medizingeschichte

CD-ROM: Illustrierte Medizingeschichte als digitales Archiv

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3142 / B-2664 / C-2470

Krüger-Brand, Heike E.

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Die sechs Bände umfassende „Illustrierte Geschichte der Medizin“ gibt es seit kurzem auch handlich auf CD-ROM. Das von französischen Wissenschaftlern erarbeitete Werk führt durch 300 000 Jahre Heilkunde. Dabei wird die Historie der Medizin nicht isoliert betrachtet, sondern eingebunden in die Geistes-, Kultur- und Sozialgeschichte. Das Handbuch schildert unter anderem die Entwicklung der medizinischen Disziplinen (Anatomie, Chirurgie, Neurologie, Kardiologie und andere) und beschreibt die Geschichte von einzelnen Krankheiten (zum Beispiel Geschlechtskrankheiten) sowie von medizinischen Einrichtungen und Institutionen. Darüber hinaus werden auch verwandte Bereiche, wie beispielsweise Tiermedizin, Homöopathie und Psychoanalyse, berücksichtigt, ebenso wie spezielle Behandlungstechniken, wie zum Beispiel die Akupunktur.
Die historisch-systematische Darstellung wird durch einen lexikalischen Teil ergänzt, in dem Leben und Werk bedeutender Ärzte vorgestellt sowie Krankheitsbilder und Sachbegriffe erläutert werden.
Grundlage der CD-ROM ist die deutsche Buchausgabe von 1986, die unter der fachlichen Beratung des Instituts für Theorie und Geschichte der Medizin an der Universität Münster erstellt wurde. Neben dem vollständigen Text sind auch sämtliche Abbildungen des Originals, darunter Abbildungen von Handschriften, Gemälde, Skulpturen, Karten, Grafiken und Fotos, enthalten. Verweise sind als Hyperlinks realisiert.
Klickt man beispielsweise auf einen Bildverweis, öffnet sich ein separates Bildfenster. Die Abbildungen können vergrößert und verkleinert, zum Bearbeiten in andere Anwendungen übernommen und ausgedruckt werden. Im Registerblatt „Abbildungen“ sind sämtliche rund 3 800 Abbildungen als Vorschaubilder zusammengestellt. Durch Anklicken eines Bildes der Schnellvorschau öffnet sich ein Menü, über das die Textstelle erreicht werden kann, an der das Bild verankert ist.
Die Stichwörter des Lexikons sind in einem Register mit Schnelleingabefunktion zusammengefasst. Durch die Auswahl eines Stichwortes mit der Maus oder über das Eingabefeld kann der dazugehörige Texteintrag aufgerufen werden. Verschiedene Darstellungsmodi unterstützen die Arbeit mit dem Programm: Neben der lesefreundlichen Halbseitendarstellung gibt es den Standardmodus für Recherchen, den Doppelseitenmodus für Textvergleiche und den Mikrofichemodus zur Übersicht. Textstellen lassen sich verschiedenfarbig markieren, als Lesezeichen abspeichern und weiterverarbeiten.
Die Medizingeschichte ist als Band 53 der „Digitalen Bibliothek“ erschienen, einer umfangreichen elektronischen Textsammlung aus den Bereichen Literatur, Philosophie, Kunst, Religionswissenschaften und Zeitgeschichte, die mittlerweile auf einen Bestand von mehr als 800 000 Buchseiten angewachsen ist. Sämtliche Bände der Bibliothek werden von einem Softwareprogramm verwaltet, das für jede neue Ausgabe erweitert wird.
Durch die Suchfunktionen (Volltextsuche und erweiterte Suche mit Operatoren und Platzhaltern) und die Seitenkonkordanz zu zitierfähigen Buchausgaben ermöglichen die Volltexteditionen eine schnelle, anwenderfreundliche Recherche am PC. Die elektronische Bibliothek kann und soll dabei die gedruckten Werke nicht ersetzen, sondern sie stellt ein umfassendes Text- und Bildarchiv für jeden dar, der privat oder beruflich mit Büchern umgeht. Heike E. Krüger-Brand

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