ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Auslandsfortbildung: Das Finanzamt erkennt an

VARIA: Wirtschaft

Auslandsfortbildung: Das Finanzamt erkennt an

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3144 / B-2652 / C-2354

rco

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LNSLNS Präsentiert ein Steuerzahler seinem Finanzbeamten die Kosten für Fortbildungsseminare, ist Streit absehbar. Das gilt vor allem für Veranstaltungen, die im Ausland stattfinden. Das Finanzamt vermutet – nicht selten zu Recht –, dass auch das private Vergnügen einen Stellenwert hatte. Folge: Das Seminar wird steuerlich nicht anerkannt.
Doch es geht auch anders. Einer Ärztin, die an einem Fortbildungskongress in China teilnahm, wurden die mehrere Tausend DM Kosten nicht anerkannt. Der Grund war der exotisch anmutende Veranstaltungsort. Erschwerend kam hinzu, dass die Ärztin eine Verwandte als Begleitperson mitnahm. Die Finanzbeamten sahen ausreichend Belege dafür, dass bei dieser Reise der private Nutzen eine er-hebliche Bedeutung gehabt habe. Dem widersprachen die Richter des Finanzgerichts Köln. Begründung: Das Seminarprogramm sei so dicht gewesen, dass kaum Zeit für Privates geblieben sei. Weiteres Indiz für die überwiegend berufliche Veranlassung sei der Teilnehmerkreis gewesen. An dem Semiar nahmen hauptsächlich Ärzte teil. Somit durfte die Ärztin ihre Kosten uneingeschränkt steuersparend geltend machen. (Finanzgericht Köln, Az.: 10 K 723/96) rco
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