ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2001Audi A4 Avant: Edel-Kombi mit Pfiff

VARIA: Auto und Verkehr

Audi A4 Avant: Edel-Kombi mit Pfiff

Dtsch Arztebl 2001; 98(47): A-3145 / B-2653 / C-2476

Flintrop, Jens

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LNSLNS Audi ist zu Recht stolz auf die „ausgeklügelte Variabilität“ des neuen A4 Avant.


Es lohnt, sich den Laderaum des neuen Audi A4 Avant genauer anzusehen. Erste Überraschung: Die Heckklappe öffnet sich zunächst nur bis auf die Garagennormhöhe von 1,98 Meter. Dies verhindert Lackschäden. Durch Nachdrücken kann die Heckklappe bis zu 15 Zentimeter weiter angehoben werden. Der Laderaum wirkt aufgeräumt. Dafür sorgen durchweg glatte Flächen; die sonst üblichen Wölbungen für die hinteren Räder fehlen, weil Audi Federung und Dämpfung der Räder in getrennte Elemente eingebaut hat. Dies ermöglicht eine Kofferraumbreite von exakt einem Meter, worauf die Ingolstädter stolz sind.
Für den freizeitorientierten Kunden hat Audi unterhalb des Kofferraumbodens eine schmutzunempfindliche Kunststoffwanne eingebaut. Mit einfachen Handgriffen lässt sich der dreiteilige Boden zusammenklappen, sodass dreckige Wanderschuhe, das Mountainbike oder ein nasser Regenschirm verstaut werden können. Praktisch ist auch, dass das Rollo für die Kofferraumabdeckung an der hinteren Rückenlehne angebracht ist. So kippt es automatisch mit nach vorne, wenn die hintere Sitzbank umgelegt wird. Weitere pfiffige Details: Das Trennnetz zwischen Laderaum und Insassenkabine spannt sich 15 Sekunden nach dem Einhängen selbsttätig. Das erleichtert das Einhaken des Netzes, weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht unter Spannung steht. Vorbildlich ist die Unterbringung des Warndreiecks in der Heckklappenverkleidung. Auch bei voller Ladung ist es mühelos erreichbar.
Durchweg glatte Flächen und ein Meter Durchladebreite: der Kofferraum des A4 Avant. Werkfotos
Durchweg glatte Flächen und ein Meter Durchladebreite: der Kofferraum des A4 Avant. Werkfotos
Audi setzt im aktuellen A4 Avant zwei neu konstruierte Benzinmotoren mit Aluminiumgehäuse ein: einen 2-Liter-Reihenvierzylinder mit 96 kW (130 PS) und einen 3-Liter-V6 mit 162 kW (220 PS). Der 114 kW (155 PS) starke V6 TDI mit 2,5 Liter Hubraum ist als erster TDI mit dem stufenlosen Automatikgetriebe „Multitronic“ erhältlich – eine empfehlenswerte Kombination.
Die Schaltvorgänge des Audi A4 Avant 2.5 TDI Multitronic sind kaum spürbar. So sanft und gleichmäßig gleitet der Kombi dahin, dass dem Testfahrer unvermittelt die kleine Elvispuppe aus den Audi-Werbespots vor Augen tanzt – oder eben nicht. Wer genug hat vom beschaulichen Automatik-Fahren, kann umschalten: Multitronic ist in der Lage, die Funktionen eines Handschaltgetriebes nachzubilden. Sechs fest programmierte Vorwärtsgangstufen können vom Fahrer per Tippfunktion in der zweiten Schaltebene oder per Knopfdruck am Lenkrad aktiviert werden. Je nachdem, welche Stufe der Fahrer wählt, wird dem Regler die jeweilige Übersetzung als Sollwert vorgegeben, die er einstellt und festhält. Der Multitronic beschleunigt in 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 212 km/h. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 7 Litern Diesel auf 100 Kilometern, in der Stadt sogar noch etwas darunter. Die direkte Lenkung, angemessen verzögerte Bremsen und eine gute Kurvenlage sorgen für ein „sattes“ Fahrgefühl.
Die Preise für den neuen Audi Avant beginnen bei 25 800 Euro. Der 2.5 TDI Multitronic kostet 32 470 Euro. Damit gehört er zu den teuersten Fahrzeugen seiner Klasse. Für anspruchsvolle Kunden ist er dennoch eine gute Wahl – aufgrund des druckvollen Antriebs, der guten Fahreigenschaften, der hochwertigen Verarbeitung und der vielen pfiffigen Details. Jens Flintrop
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