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Dtsch Arztebl 2001; 98(48): A-3229 / B-2729 / C-2537

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Erich Ulbrich. Foto: Archiv
Erich Ulbrich.
Foto: Archiv
Erich Ulbrich, ehemaliger, im Ruhestand lebender Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), München, vollendete am 8. November sein 75. Lebensjahr.
Erich Ulbrich, im Sudetenland geboren, begann seine Verwaltungstätigkeit im Dienste der bayerischen Kassenärzte in der Bezirksstelle Oberbayern. 1971 wurde er zum Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, München, bestellt. 1976 ist er zum Hauptgeschäftsführer dieser KV berufen worden. Große Verdienste hat sich Erich Ulbrich um den Einsatz und die Weiterentwicklung der EDV und elektronischer Medien in der KVB erworben. Auch auf Bundesebene waren die fundierten Fachkenntnisse und der Erfahrungsschatz Ulbrichs gefragt. In vielen Gremien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und im Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Köln, hat er engagiert mitgewirkt. Die Bundes­ärzte­kammer verlieh ihm 1976 in Würdigung seines Einsatzes für die Ärzteschaft das Ehrenzeichen. Das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhielt Erich Ulbrich 1987. Ende 1990 trat er nach 26-jähriger erfolgreicher beruflicher Tätigkeit im Dienste der bayerischen Kassenärzte in den Ruhestand. Hervorzuheben ist Ulbrichs tatkräftige Mithilfe beim Aufbau des (kassen)ärztlichen Organisationswesens in Sachsen nach der politischen Wende.

Gerd Huber. Foto: privat
Gerd Huber.
Foto: privat
Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. Gerd Huber, em. Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Bonn, wird am 3. Dezember 80 Jahre alt.
Huber begann seine Laufbahn in Heidelberg bei Kurt Schneider (1949) und in München bei Willibald Scholz (1950). Er erwarb 1957 in Heidelberg bei Professor Dr. Baeyer die venia legendi für Psychiatrie und Neurologie. Bis 1962 war er dort Oberarzt und Leiter der psychiatrisch-neurologischen Poliklinik und der neuroradiologischen Abteilung. 1961 wechselte er als außerplanmäßiger Professor zu Weitbrecht an die Universitäts-Nervenklinik in Bonn. 1968 wurde er als ordentlicher Professor für Psychiatrie an die Universität Ulm berufen und zugleich zum Direktor des Psychiatrischen Landeskrankenhauses in Ravensburg/Weißenau ernannt. 1974 Berufung auf den Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie der Medizinischen Hochschule zu Lübeck. Nach einem weiteren Ruf an die TU München wurde er 1978 zum Direktor der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Universität Bonn ernannt.
Mit H. H. Kornhuber ist Huber Editor der von ihm begründeten Zeitschrift „Neurology, Psychiatry & Brain Research“. Er ist seit 1982 Vorsitzender des internationalen Kuratoriums des Kurt Schneider- und H. J. Weitbrecht-Wissenschaftspreises und der AG für Psychosenforschung. Die „Weißenauer Schizophrenie-Symposien“, 1971 von ihm inauguriert, werden bis heute von ihm geleitet. 1994 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für herausragende Leistungen in der psychiatrischen Forschung und Mehrung des Ansehens der deutschen Psychiatrie im internationalen Bereich.
Huber gehört zu den renommiertesten Forschern der Neuropsychiatrie. Er veröffentlichte 441 Originalarbeiten und 48 Monographien und Buchbeiträge. Sein Name steht weltweit unter anderem für die Erstbeschreibungen der coenästhetischen Schizophrenie und von strukturellen Veränderungen in limbischen Hirnsystemen bei bestimmten, „reinen“ Residualsyndromen schizophrener Störungen, für die Entwicklung des Basissymptom-Konzeptes, das Früherkennung und Frühintervention in den präpsychotischen Prodromen ermöglicht, sowie durch die Bonner Schizophrenie-Studie (1979) für die Revision klassischer Dogmen über Beginn, Verlauf und Ausgang schizophrener und verwandter Erkrankungen. EB
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