ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2001LaMedica: Medizinische Lernakademie

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LaMedica: Medizinische Lernakademie

Dtsch Arztebl 2001; 98(48): A-3160 / B-2678 / C-2486

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Virtuelle Lernplattform für die Medizin
Zunehmend werden auch in der Medizin und im Gesundheitswesen digitale Medien genutzt, weil die Effektivität von Lernprozessen mit multimedialen, praxisbezogenen Ausbildungsmethoden erhöht werden kann. Darüber hinaus können Online-Lehrangebote Wissen weltweit bereitstellen und einen lebenslangen Lernprozess unterstützen.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „LaMedica“ wird eine Online-Lernakademie für alle Bereiche der Medizin im Internet entwickelt. Beteiligt sind die Universitäten Tübingen, Ulm, Frankfurt, Karlsruhe, Heidelberg, Düsseldorf, Würzburg und Wien. Die virtuelle Lernakademie besteht aus fünf Bereichen:
l Klinik (Simulations- und Trainingssysteme),
l Bibliothek (Lehrbücher und Nachschlagewerke),
l Hörsaal (Vorlesungen und virtuelle Prüfungen),
l Lounge (Informationssysteme und Foren) und
l Besucher (Medizinische Themen für Interessierte).
LaMedica soll einerseits die Handhabung und Bildgebung bei medizinischen Eingriffen und Behandlungen möglichst wirklichkeitsnah reproduzieren, andererseits das theoretisch-medizinische Wissen mit praktischer Erfahrung verknüpfen. Verschiedene Ausbildungs- und Lernstufen sowie berufsbezogene Fertigkeiten werden in interaktiven Lernszenarien und unterschiedlichen Komplexitätsstufen eingebunden.
Die virtuelle Lernakademie soll sowohl für die medizinische Lehre im Hörsaal und in Seminaren als auch für Selbstlerner am privaten PC geeignet sein. So können Studierende und Ärzte künftig Eingriffe zunächst virtuell trainieren und ihre medizinischen Kenntnisse vertiefen. Die Lernplattform wird über gängige Browser nach Vergabe eines Passwortes zur Verfügung stehen.
Die Inhalte und Techniken werden mit einfach bedienbaren Online-Editierwerkzeugen auf einem zentralen Server abgelegt, der es ermöglicht, die unterschiedlichen Systeme im menschlichen Organismus (zum Beispiel Bewegungsapparat) sowohl aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen als auch im Gesamtzusammenhang zu betrachten. Das Lernsystem soll erweiterbar und aktualisierbar sein. Über eine interne Plattform können sich die Projektpartner und teilnehmenden Kliniken austauschen. Das System wird unter lernpsychologischen Gesichtspunkten evaluiert und soll 2002 in die medizinische Lehre der beteiligten Universitäten integriert werden.
Bis Ende 2001 soll die „MediCarta“ fertig gestellt werden, ein Lehr- und Nachschlagewerk, in dem der Anwender anhand einer benutzerfreundlichen Navigation die gewünschten Informationen zielgerichtet online abrufen kann.
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