ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2001Bereitschaftsdienst: Auswahl an Gründen

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Bereitschaftsdienst: Auswahl an Gründen

Dtsch Arztebl 2001; 98(48): A-3192 / B-2704 / C-2511

Lampe, H.

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LNSLNS Als Dienst habender Chirurg in einem Landkrankenhaus ist mir vertraut, dass Patienten direkt die Notaufnahme aufsuchen. Die Vielzahl der „inappropriate attenders“ lässt mich schon fast routinemäßig die Frage stellen, weshalb man sich denn nicht erst mal an den kassenärztlichen Notdienst gewendet hätte. Eine Auswahl der häufigsten Antworten:
„Was ist das?“ – „Gibt es das?“ – „Nix deutsch!“ – „Den habe ich angerufen, da hat er mich gleich hergeschickt!“ – „Das ist heute Dr. X, der überweist sowieso immer gleich!“ – „Das ist heute Dr. X, der ist Gynäkologe/Kinderarzt/Augenarzt . . .“ – „Da habe ich angerufen, aber das dauert zu lange!“ – „Ich kenne mich hier nicht aus!“ (Hier ist Feriengebiet mit zahlreichen Campingplätzen.)
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und ist der Patient erst einmal da, muss der Diensthabende ihn ansehen. Und ist dies erst einmal geschehen, wird er auch behandelt, denn die Diskussion, ob und weshalb er doch erst den Kassenarzt aufsuchen sollte, ist weitaus mühseliger als beispielsweise die Entfernung einer Zecke, auch und gerade um drei Uhr morgens (vielleicht freut es den Kollegen ja auch, dass er dann nicht um diese Zeit mit derlei Dingen behelligt wird).
Dr. med. (I) H. Lampe, Wilhelm-Leuschner-Weg 11, 29614 Soltau
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