ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2001Neurodermitisschulung: Ein neues Behandlungsprogramm zur sekundären Krankheitsprävention

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Neurodermitisschulung: Ein neues Behandlungsprogramm zur sekundären Krankheitsprävention

Dtsch Arztebl 2001; 98(48): A-3202 / B-2710 / C-2517

Ring, Johannes; Wahn, Ulrich; Gieler, Uwe

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LNSLNS Zusammenfassung
Die Neurodermitisschulung hat sich in den letzten Jahren als etabliertes Therapieverfahren bei Patienten mit Neurodermitis entwickelt. Zahlreiche Evaluationen bestätigen die Effektivität der Neurodermitisschulung für die Verbesserung des Schweregrades, der Lebensqualität und den Medikamentenverbrauch sowie die Anzahl stationärer Behandlungen. In Deutschland wurde für Kinder, Jugendliche und Eltern die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung (AGNES) gegründet und für die Erwachsenen hat die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention einen Konsens herbeigeführt. Diese Gruppen kontrollieren die Struktur- und Prozessqualität der Schulungen und bilden zum Neurodermitistrainer aus. Eine noch laufende Multicenter-Studie für die Neurodermitisschulung im Kindes- und Jugendalter, die das Bundesministerium für Gesundheit mit Unterstützung der Spitzenverbände der Krankenkassen als Modellprojekt fördert, soll für diesen Altersbereich die Effektivität an einer großen Stichprobe bestätigen.

Schlüsselwörter: Neurodermitis, Patientenschulung, Verhaltenstherapie, Juckreiz, Dermatologie, Pädiatrie, Ernährung
Summary
Training in Atopic Eczema: A New Program in Atopic Eczema Prevention
In the past years the Atopic Eczema Prevention Program was established to improve the situation and life quality of patients with
atopic eczema. In the last two decades a number of evaluation studies were performed with special interest in atopic eczema prevention programs. The efficacy of the atopic eczema prevention programs could be demonstrated by decreasing severity of the eczema, better life quality and reduction of drug use as well as the lesser number of impatient treatments could be shown. In Germany the work group of atopic eczema education programs (AGNES) for children, adolescents and parents has been founded as well as the work group of dermatological prevention (ADP) for adults. These groups control the structure- and process-quality of the prevention programs and provide the train-the-trainer work-shops. An ongoing national multi-center-study for the atopic eczema prevention of children and adolescents which was granted by the German Ministry of Health and by the Health Insurance Companies will look at the efficacy in a large sample.

Key words: atopic eczema, patient education, patient empowerment, behavioral therapy, pruritus, dermatology, pediatric, nutrition


Neurodermitis ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, deren Prävalenz in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat (7, 30). Diese Hauterkrankung tritt erstmals, aber nicht ausschließlich, im frühen Kindesalter auf. Epidemiologische Daten gehen von geschätzten drei Millionen Erkrankten in Deutschland aus. Die multifaktorielle Pathogenese ebenso wie die auf mehreren Genen determinierte Disposition machen eine einfache und auf jeden Patienten zutreffende Therapie nahezu unmöglich (41). Aus diesem Grund wird ein individuelles symptomorientiertes therapeutisches Vorgehen vorgeschlagen (40).
Die Diagnose Neurodermitis umfasst offenbar keine einheitliche Erkrankung, sondern lässt sich, je nach Schwere des Verlaufs, genetischem Variationsmuster, Beteiligung von IgE (intrinsic versus extrinsic) und verschiedenen Auslösefaktoren (Hausstaub, Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare, Klimafaktoren, endokrine Einflüsse, Irritationen durch Kleidung oder chemische Stoffe wie auch psychische Faktoren im Sinne der neurogenen Entzündung), in Untergruppen differenzieren.
In der Behandlung sind daher individuelle Therapiekonzepte erforderlich (40), die die jeweiligen Provokationsfaktoren der Patienten berücksichtigen. Ziel ist es, eine Verminderung der Symptome sowie eine Verbesserung der Lebensqualität und der psychisch positiven Krankheitsverarbeitung zu erreichen. Vielfältige Behandlungsmaßnahmen der topischen und systemischen Therapie stehen heute zur Verfügung (40), die durch neue Entwicklungen in naher Zukunft ergänzt werden (zum Beispiel Tacrolimus/Ascomycinderivate).
Nach Untersuchungen anhand von Daten der AOK aus dem gesamten Bundesgebiet belaufen sich allein die indirekten Kosten (96 Prozent durch temporären Arbeitsausfall) für Neurodermitis (35) jährlich auf rund zwei Milliarden DM. Gieler et al. (11) konnten in einer Kostenanalyse bei 124 Neurodermitispatienten zeigen, dass sich die jährlichen Kosten für die Gesellschaft auf circa sieben Milliarden DM in Deutschland belaufen, bei Kosten von jährlich etwa 5 000 DM pro Patient.
Lebensqualität stark beeinträchtigt
Studien zur Lebensqualität bei Neurodermitispatienten ergaben, dass die Beeinträchtigung der Lebensqualität verglichen mit anderen dermatologischen Erkrankungen am höchsten ist (1, 2). Auch im Vergleich zu schweren chronischen – wie zum Beispiel onkologischen – Erkrankungen wird sie vergleichbar hoch eingeschätzt (27).
Erste Programme zur Schulung von Neurodermitispatienten wurden bereits in den 50er-Jahren entwickelt (17, 39). Dabei wurde versucht, sowohl die individuellen und subjektiven Aspekte der Neurodermitis als auch die ökonomische Situation der ärztlichen Praxis zu berücksichtigen, indem Gruppenprogramme erstellt wurden, die mehrere Patienten an einem Termin gemeinsam erfassen, andererseits eine ausreichende individuelle Bearbeitung der jeweiligen Probleme ermöglichen (9).
Präventionsmodelle
Nach Petermann und Lecheler (25) sind Patientenschulungen aus dem englischen Wort „patient education“ übernommen, da bereits 1980 Squyres (33) dieses Verfahren als „ein Vorhaben“ definiert, „bei dem Personen, welche krank sind oder waren, darin unterstützt werden sollen, ihr Verhalten so zu ändern, dass es ihre Gesundheit fördert“. Man unterscheidet im Rahmen der Prävention vier Stufen von Präventionsmodellen (Grafik 1):
Die erste Stufe dient der Gesundheitsprophylaxe. In der zweiten Stufe werden bekannte primäre Risikofaktoren ausgeschaltet. Dies könnte bei der Neurodermitis zum Beispiel Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft und frühen Kindheit sein. Die sekundäre Prävention in der dritten Stufe setzt ein, bevor die Krankheit zum Ausbruch gekommen ist, um diese zu verhindern. Dagegen werden die hier vorgestellten Schulungen in der vierten Stufe, der tertiären Prävention, eingesetzt, um die Chronifizierung einer bestehenden Erkrankung zu verhindern oder zumindest zu bessern (Grafik 1).
Die Neurodermitisschulung wird in verschiedenen Altersgruppen mit jeweils spezifischen Inhalten und didaktischen Programmen umgesetzt. Neben den betroffenen Erwachsenen werden bei Neurodermitis im Säuglings- und Kleinkindalter bis zum siebten Lebensjahr die Eltern geschult. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, und parallel dazu auch ihre Eltern, können in einer eigenen Gruppe unterrichtet werden. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren werden ebenfalls in eigenen Gruppen geschult (Textkasten 1).
Die Patientenschulungen können an verschiedenen Einrichtungen je nach örtlichen Gegebenheiten ambulant wohnortnah oder stationär beziehungsweise teilstationär und in der Rehabilitation eingesetzt werden.
Stand der empirischen Forschung
Die Neurodermitisschulung ist inzwischen in zahlreichen Studien wissenschaftlich evaluiert und ihre Effektivität bestätigt worden (Tabelle 1). Eine Metaanalyse (12) konnte die Wirksamkeit dieser Schulungen im Vergleich zu den jeweiligen Routinebehandlungen zeigen. Im Folgenden werden einige ausgewählte Studien vorgestellt:
Bereits Williams (39) und später Shoemaker et al. (30) veröffentlichten Erfahrungen aus supportiven Gruppentherapien, letzterer mit 25 Neurodermitispatienten. Bei Einigen konnten zwar Symptomverbesserungen mit einer Stärkung der Emotionsäußerung (zum Beispiel Ärger) gezeigt werden, die Größe und Heterogenität der Gruppe erschwerten jedoch eine eindeutige Aussage.
Die Effekte eines Verhaltenstrainings und medikamentöser Behandlungen auf die Hautsymptomatik wurden von Melin et al. (21) und Cole et al. (5) untersucht. Melin et al. (21) kontrollierten eine Hydrocortisontherapie im Vergleich zu zusätzlich erfolgten Selbstkontrollstrategien zur Kratzreduktion bei 16 Neurodermitispatienten in einem randomisierten, kontrollierten Design. Cole et al. (5) untersuchten bei zehn Neurodermitikern verschiedene topische Anwendungen inklusive systemischer Steroide im Vergleich zu einer kombinierten Psychotherapie. Die Hautsymptome besserten sich durch alle vorgenommenen Maßnahmen. Bei den zusätzlich psychotherapeutisch behandelten Patienten war der Effekt aber signifikant stärker. Der Medikamentenverbrauch reduzierte sich, systemische Steroide wurden nicht mehr benutzt, auch nicht zur Katamnese einen Monat nach Behandlungsabschluss (21). In der Arbeit von Cole et al. (5) wurde leider keine Katamnese durchgeführt.
Vor allem die methodisch gut kontrollierten prospektiven und randomisierten Studien (6, 22, 23, 29) zeigten die Effekte der Neurodermitisschulungen:
Hautsymptomatik und Kratzfrequenz reduzierten sich durch alle evaluierten Therapieformen (6, 22, 23, 29), aber besser durch kombinierte Verhaltenstherapie und Kratzkontrolltechniken (23) sowie tendenziell besser durch verhaltenstherapeutische Interventionen im Vergleich zur ausschließlich dermatologischen Schulung (6). Keine signifikanten Unterschiede fanden sich in einer Arbeit (29). Die Kratzfrequenz war in einer weiteren Studie (22) bei einer Gruppe reduziert, während die andere Gruppe durch „habit reversal“-Techniken deutlich bessere Resultate hinsichtlich Juckreiz, Hautsymptomatik und Kratzfrequenz erzielte. Außerdem reduzierten sich signifikant die psychologischen Variablen „Depressionen“, „Fehlschlagangst“, „Einschränkungen durch die Krankheit“, „Mangel an Selbstvertrauen und Attraktivität“. Hautzustand und Juckreiz verbesserten sich nur individuell (22).
In der Nachfolgestudie (23) besserten sich die psychologischen Variablen vor allem durch die kombinierte Verhaltenstherapie, die Kontrollgruppe zeigte die geringsten Verbesserungen. Die Ängstlichkeitstendenz
reduzierte sich am effektivsten bei der Gruppe mit Entspannungstraining und der kombinierten Verhaltenstherapiegruppe. Die Katamnesen nach sechs bis zwölf Monaten zeigten, dass psychotherapeutische Interventionen längerfristig positivere Effekte auf den Krankheitsverlauf haben: Die Haut besserte sich weiterhin signifikant bei allen psychologischen Interventionen (6). 11 von 15 Patienten in der Studie von Niebel (22) benutzten keine Cortisonsalben mehr, die Besserung der Haut blieb bei allen Gruppen erhalten (23) und die positiven Effekte der Verhaltenstherapie blieben im Gegensatz zu Wirkungen der dermatologischen Standardtherapie bestehen (29). Die Kombination aus Verhaltenstherapie und dermatologischer Schulung (6) und die kombinierte Verhaltenstherapie (23) erzielten geringfügig bessere Resultate als die übrigen Psychotherapieverfahren.
Studien zur Therapieeffektivität bei Kindern mit Neurodermitis beziehungsweise deren Eltern liegen ebenfalls vor. In einer Studie mit Kindern (37) wurde eine komplexe stationäre dermatologische Therapie in einer Reha-Klinik mit einer zusätzlichen Verhaltenstherapie von sieben Stunden pro Woche verglichen. Der Hautzustand war bei Behandlungsende bei beiden Gruppen gleichermaßen signifikant verbessert. Für die Elternschulung konnten bereits Broberg et al. (3) und auch Köhnlein et al. (18) beziehungsweise Gieler et al. (10) die Effektivität darstellen.
In zwei neueren kontrollierten Studien konnten Niebel (24) und Kehrt et al. (16) darstellen, dass die Schulungsmaßnahmen bei Eltern von Kindern mit Neurodermitis der Routinebehandlung jeweils überlegen waren. Niebel zeigte (24) bei zwei Schulungsgruppen, von denen eine ein direktes verhaltensänderndes Schulungstraining durchlief und eine weitere Gruppe mittels Video geschult wurde, dass die Effekte bei beiden Gruppen vergleichbar waren. Kehrt et al. (16) konnte anhand einer randomisierten Studie mit einer Interventions- beziehungsweise Kontrollgruppe bei insgesamt 204 Familien zeigen, dass vor allem in der Interventionsgruppe signifikante Unterschiede in der Lebensqualität der Mütter bestanden. Die Struktur des Berliner Modells wurde von Wenninger et al. (38) dargestellt.
Seit Juni 2000 wird in Deutschland ein vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium initiiertes und von den Krankenkassen gefördertes nationales Multicenterprojekt zur Neurodermitisschulung bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt (8). Kontaktadressen und Informationen zu den Einrichtungen der Neurodermitisschulung sind im Textkasten 3 wiedergegeben.
Indikation zur Neurodermitisschulung
Die Indikation zur Patientenschulung wird unterschiedlich definiert. Sie wird übereinstimmend jedoch nicht als Therapie erster Wahl angesehen, da sich die intensive Auseinandersetzung mit der Erkrankung bei leichten Verlaufsformen auch negativ im Sinne einer kognitiven Beschäftigung mit den Symptomen äußern könnte. Wie in Grafik 2 dargestellt, wird sie in der Regel eingesetzt, wenn Basistherapie und fachärztliche Maßnahmen keinen Erfolg versprechen lassen.
Praktische Durchführung
Die Neurodermitisschulung setzt ein Team an qualifizierten Neurodermitistrainern und eine organisatorisch gut qualifizierte Institution voraus. Der Unterricht wird in Einrichtungen der Neurodermitisschulung durchgeführt, die im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen von der Bundesarbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. (AGNES) beziehungsweise der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (Textkasten 3) überprüft werden (8). Die Zertifizierung setzt voraus, dass eine Neurodermitisschulungseinrichtung über ein multiprofessionelles Team und eine vorgegebene Struktur (Räume, Unterrichtsmaterialien, Schulungsmanual) verfügt. Eine Schulungseinrichtung muss zumindest einen zertifizierten Trainer neben weiteren Teammitarbeitern haben, da die Neurodermitisschulung nur von Arzt und Psychologe sowie Ernährungswissenschaftler beziehungsweise Diätassistentin durchgeführt werden kann. Das neue und besonders interessante der Neurodermitisschulung ist die geforderte und durch die fachlich sehr unterschiedlichen Konzepte notwendige Kooperation zwischen verschiedenen Berufsgruppen (Dermatologe beziehungsweise Pädiater, Psychologe beziehungsweise Arzt für Psychotherapeutische Medizin und Ökotrophologe beziehungsweise Diätassistentin). Neurodermitisschulungseinrichtungen sollen einer Neurodermitisakademie angeschlossen sein, die über langfristige Erfahrungen in Patientenschulungen verfügt und darüber hinaus auch Supervision und Trainerseminare anbietet. Im Jahr 2000 wur-
den von der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. (AGNES) zunächst acht Neurodermitisakademien in Deutschland anerkannt. Die Patientenschulungen werden in Gruppen ambulant durchgeführt. Jedoch bieten auch fast alle etablierten stationären Rehabilitationseinrichtungen mit Schwerpunkt Neurodermitis inzwischen die Patientenschulung an. Die Schulung selbst wird standardisiert durchgeführt, das heißt es existiert für jede Altersgruppe (Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Eltern von betroffenen Kindern) jeweils ein eigenständiges Manual mit genau definierten Sitzungsinhalten. Dabei sind bei den Erwachsenen zehn Sitzungen mit jeweils zwei Stunden vorgesehen, während in den anderen Altersgruppen jeweils sechsmal zwei Stunden festgelegt wurden (4). In dieser Zeit werden nach dem Manual im Wechsel sowohl dermatologisch/pädiatrische wie auch psychologische und Ernährungsinhalte vermittelt beziehungsweise eingeübt (Tabelle 2).
Aus didaktischen Gründen wird großer Wert auf die subjektive Erfahrung der Patienten gelegt und die Möglichkeiten, jeweils am Thema orientiert etwas zu lernen ohne die Inhalte zwanghaft und in Vortragsform zu vermitteln (Textkasten 2).
Das Prinzip orientiert sich an der Hilfe zur Selbsthilfe beziehungsweise an dem Begriff „Patient Empowerment“. Die Inhalte sind in verschiedenen Publikationen und Manualen dargestellt worden (28, 34, 36).
Im gegenwärtig noch laufenden Modellprojekt zur Evaluation von Neurodermitisschulung im Kindes- und Jugendalter, das als nationale Multicenterstudie im Auftrag des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums und der Spitzenverbände der Krankenkassen durchgeführt wird, soll eine große Zahl an Patienten (circa 1 300) erfasst und der Effekt der Neurodermitisschulung sowohl auf die Symptome wie auch auf die Kosten geprüft werden. Mit ersten Ergebnissen ist zu Beginn des nächsten Jahres zu rechnen. Die Neurodermitisschulung für
Erwachsene wurde in einem nationalen Konsensusverfahren unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft bereits verabschiedet und durch die oben dargestellten prospektiven randomisierten Studien wissenschaftlich gesichert.
Die Neurodermitisschulung ist deshalb nach der Etablierung von Diabetes- und Asthmaschulungen ein weiterer Baustein in der tertiären Prävention.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 3202–3209 [Heft 48]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Uwe Gieler
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Justus-Liebig-Universität Gießen
Ludwigstraße 76, 35392 Gießen
E-Mail: Uwe.Gieler@psycho.med.uni-giessen.de
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Indikationen zur Neurodermitisschulung: ❃ Eltern mit Risikokindern in der Schwangerschaft ❃ Schulungen von Eltern von betroffenen Kindern (bis sieben Jahre) ❃ Schulungen von Kindern (acht bis zwölf Jahre) und deren Eltern gemeinsam ❃ Schulungen von Jugendlichen (13 bis 18 Jahre) ❃ Schulungen von Erwachsenen (älter als 18 Jahre) ❃ Schulungen von beruflich Betroffenen (zum Beispiel Friseurberuf) Textkasten 1
Indikationen zur Neurodermitisschulung: ❃ Eltern mit Risikokindern in der Schwangerschaft ❃ Schulungen von Eltern von betroffenen Kindern (bis sieben Jahre) ❃ Schulungen von Kindern (acht bis zwölf Jahre) und deren Eltern gemeinsam ❃ Schulungen von Jugendlichen (13 bis 18 Jahre) ❃ Schulungen von Erwachsenen (älter als 18 Jahre) ❃ Schulungen von beruflich Betroffenen (zum Beispiel Friseurberuf) Textkasten 1
Textkasten 1
Indikationen zur Neurodermitisschulung: ❃ Eltern mit Risikokindern in der Schwangerschaft ❃ Schulungen von Eltern von betroffenen Kindern (bis sieben Jahre) ❃ Schulungen von Kindern (acht bis zwölf Jahre) und deren Eltern gemeinsam ❃ Schulungen von Jugendlichen (13 bis 18 Jahre) ❃ Schulungen von Erwachsenen (älter als 18 Jahre) ❃ Schulungen von beruflich Betroffenen (zum Beispiel Friseurberuf) Textkasten 1
Zeitlicher Ablauf der Neurodermitisschulung – (Beispiel dermatologischer Teil für Erwachsene) 1. Anfangsrunde 2. Referat des Gruppenleiters zum Thema 3. Erfahrungsaustausch und Diskussion 4. Zusammenfassung und Korrektur sachlicher Fehlinformationen 5. Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten 6. Diskussion unter den Teilnehmern 7. Zusammenfassung und Ausblick auf das nächste Thema Textkasten 2
Zeitlicher Ablauf der Neurodermitisschulung – (Beispiel dermatologischer Teil für Erwachsene) 1. Anfangsrunde 2. Referat des Gruppenleiters zum Thema 3. Erfahrungsaustausch und Diskussion 4. Zusammenfassung und Korrektur sachlicher Fehlinformationen 5. Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten 6. Diskussion unter den Teilnehmern 7. Zusammenfassung und Ausblick auf das nächste Thema Textkasten 2
Textkasten 2
Zeitlicher Ablauf der Neurodermitisschulung – (Beispiel dermatologischer Teil für Erwachsene) 1. Anfangsrunde 2. Referat des Gruppenleiters zum Thema 3. Erfahrungsaustausch und Diskussion 4. Zusammenfassung und Korrektur sachlicher Fehlinformationen 5. Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten 6. Diskussion unter den Teilnehmern 7. Zusammenfassung und Ausblick auf das nächste Thema Textkasten 2
Informationen und Kontakte zu Neurodermitisschulungszentren: AGNES: Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung in Deutschland: Prof. Dr. med. Ulrich Wahn, Kinderklinik, Abteilung Pneumonologie und Immunologie, Charité Campus Virchow-Klinikum, Humboldt- Universität Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin ADP: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft DDG Konsensuskonferenz für Schulungsprogramme in der Dermatologie; Vorsitzender: Prof. Dr. med. Breitbart; Dermatologisches Zentrum Buxtehude, Am Krankenhaus 1, 21614 Buxtehude Projekt des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums zur Verbesserung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis. Nationale Multicenterstudie: Berlin (Leitung der Studie): Universitäts-Kinderklinik Charité-Virchow-Klinikum (Wahn/Staab/v.Rüden); Erlangen: Universitäts- Hautklinik (Fartasch); Gießen: Universitäts-Klinik Psychosomatische Medizin/Hautklinik (Gieler/Kupfer/Niemeier/Brosig); Hannover: Universitäts- Hautklinik (Schmid-Ott/Werfel); Köln: Kinderklinik (Wolf/Ciesla/Wittemneier), München: Universitäts-Hautklinik (Ring/Abeck/ Schnopp); Osnabrück: Kinderklinik (Szczepanski/ Haubrock); Sylt: Fachklinik für Kinder und Jugendliche (Scheewe/Wilke/Stachow/Keins); Methodisches Studienzentrum Universität Heidelberg (Diepgen) Textkasten 3
Informationen und Kontakte zu Neurodermitisschulungszentren: AGNES: Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung in Deutschland: Prof. Dr. med. Ulrich Wahn, Kinderklinik, Abteilung Pneumonologie und Immunologie, Charité Campus Virchow-Klinikum, Humboldt- Universität Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin ADP: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft DDG Konsensuskonferenz für Schulungsprogramme in der Dermatologie; Vorsitzender: Prof. Dr. med. Breitbart; Dermatologisches Zentrum Buxtehude, Am Krankenhaus 1, 21614 Buxtehude Projekt des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums zur Verbesserung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis. Nationale Multicenterstudie: Berlin (Leitung der Studie): Universitäts-Kinderklinik Charité-Virchow-Klinikum (Wahn/Staab/v.Rüden); Erlangen: Universitäts- Hautklinik (Fartasch); Gießen: Universitäts-Klinik Psychosomatische Medizin/Hautklinik (Gieler/Kupfer/Niemeier/Brosig); Hannover: Universitäts- Hautklinik (Schmid-Ott/Werfel); Köln: Kinderklinik (Wolf/Ciesla/Wittemneier), München: Universitäts-Hautklinik (Ring/Abeck/ Schnopp); Osnabrück: Kinderklinik (Szczepanski/ Haubrock); Sylt: Fachklinik für Kinder und Jugendliche (Scheewe/Wilke/Stachow/Keins); Methodisches Studienzentrum Universität Heidelberg (Diepgen) Textkasten 3
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Informationen und Kontakte zu Neurodermitisschulungszentren: AGNES: Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung in Deutschland: Prof. Dr. med. Ulrich Wahn, Kinderklinik, Abteilung Pneumonologie und Immunologie, Charité Campus Virchow-Klinikum, Humboldt- Universität Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin ADP: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft DDG Konsensuskonferenz für Schulungsprogramme in der Dermatologie; Vorsitzender: Prof. Dr. med. Breitbart; Dermatologisches Zentrum Buxtehude, Am Krankenhaus 1, 21614 Buxtehude Projekt des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums zur Verbesserung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis. Nationale Multicenterstudie: Berlin (Leitung der Studie): Universitäts-Kinderklinik Charité-Virchow-Klinikum (Wahn/Staab/v.Rüden); Erlangen: Universitäts- Hautklinik (Fartasch); Gießen: Universitäts-Klinik Psychosomatische Medizin/Hautklinik (Gieler/Kupfer/Niemeier/Brosig); Hannover: Universitäts- Hautklinik (Schmid-Ott/Werfel); Köln: Kinderklinik (Wolf/Ciesla/Wittemneier), München: Universitäts-Hautklinik (Ring/Abeck/ Schnopp); Osnabrück: Kinderklinik (Szczepanski/ Haubrock); Sylt: Fachklinik für Kinder und Jugendliche (Scheewe/Wilke/Stachow/Keins); Methodisches Studienzentrum Universität Heidelberg (Diepgen) Textkasten 3
Grafik 1 Neurodermitisschulung im Rahmen der Präventionsmodelle
Grafik 1 Neurodermitisschulung im Rahmen der Präventionsmodelle
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Grafik 2 Indikation und Einordnung der Neurodermitisschulung in der Therapie
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Grafik 2 Indikation und Einordnung der Neurodermitisschulung in der Therapie
´ Tabelle 1C ´ Wissenschaftliche Studien zur Effektivität von Neurodermitisschulungen Autor(en) Jahr Anzahl der Studien- Katamnese- Ergebnisse Patienten design zeitraum (Änderungen in den (Monate) Schulungsgruppen) Haynes (14) 1979 8 CO 12 Kratzhäufigkeit ¯ Melin et al. (21) 1986 16 RKS 0 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Cole et al. (5) 1988 10 CO 1 Schweregrad signifikant ¯ Medikamente ¯ Schubert (29) 1989 20 RKS 1 Schweregrad nicht signifikant ¯ Lebensqualität Niebel (22) 1990 15 K 6 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Niebel (23) 1990 55 RKS 12 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Hajek et al. (13) 1990 27 Q 17 Juckreiz ¯ Sokel et al. (32) 1993 44 RKS 5 Kratzhäufigkeit ¯ Löwenberg & 1992 103 K 6 Schweregrad ¯ Peters (20) Lebensqualität Ehlers et al. (6) 1995 137 RKS 24 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Lebensqualität stationäre Therapie ¯ Warschburger (37) 1996 85 Q 4 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Jaspers et al. (15) 2000 51 RKS 12 Schweregrad ¯ Soziale Ängste ¯ Lemke et al. (19) 2000 36 CO 6 Schweregrad ¯ Q, Quasi experimentell; K, Klinische Deskription; CO, Cross-Over-Design; RKS, Randomisierte kontrollierte Studie; , erhöht; ¯, erniedrigt.
´ Tabelle 1C ´ Wissenschaftliche Studien zur Effektivität von Neurodermitisschulungen Autor(en) Jahr Anzahl der Studien- Katamnese- Ergebnisse Patienten design zeitraum (Änderungen in den (Monate) Schulungsgruppen) Haynes (14) 1979 8 CO 12 Kratzhäufigkeit ¯ Melin et al. (21) 1986 16 RKS 0 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Cole et al. (5) 1988 10 CO 1 Schweregrad signifikant ¯ Medikamente ¯ Schubert (29) 1989 20 RKS 1 Schweregrad nicht signifikant ¯ Lebensqualität Niebel (22) 1990 15 K 6 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Niebel (23) 1990 55 RKS 12 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Hajek et al. (13) 1990 27 Q 17 Juckreiz ¯ Sokel et al. (32) 1993 44 RKS 5 Kratzhäufigkeit ¯ Löwenberg & 1992 103 K 6 Schweregrad ¯ Peters (20) Lebensqualität Ehlers et al. (6) 1995 137 RKS 24 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Lebensqualität stationäre Therapie ¯ Warschburger (37) 1996 85 Q 4 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Jaspers et al. (15) 2000 51 RKS 12 Schweregrad ¯ Soziale Ängste ¯ Lemke et al. (19) 2000 36 CO 6 Schweregrad ¯ Q, Quasi experimentell; K, Klinische Deskription; CO, Cross-Over-Design; RKS, Randomisierte kontrollierte Studie; , erhöht; ¯, erniedrigt.
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´ Tabelle 1C ´ Wissenschaftliche Studien zur Effektivität von Neurodermitisschulungen Autor(en) Jahr Anzahl der Studien- Katamnese- Ergebnisse Patienten design zeitraum (Änderungen in den (Monate) Schulungsgruppen) Haynes (14) 1979 8 CO 12 Kratzhäufigkeit ¯ Melin et al. (21) 1986 16 RKS 0 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Cole et al. (5) 1988 10 CO 1 Schweregrad signifikant ¯ Medikamente ¯ Schubert (29) 1989 20 RKS 1 Schweregrad nicht signifikant ¯ Lebensqualität ­ Niebel (22) 1990 15 K 6 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Niebel (23) 1990 55 RKS 12 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Hajek et al. (13) 1990 27 Q 17 Juckreiz ¯ Sokel et al. (32) 1993 44 RKS 5 Kratzhäufigkeit ¯ Löwenberg & 1992 103 K 6 Schweregrad ¯ Peters (20) Lebensqualität ­ Ehlers et al. (6) 1995 137 RKS 24 Schweregrad ¯ Medikamente ¯ Lebensqualität ­ stationäre Therapie ¯ Warschburger (37) 1996 85 Q 4 Schweregrad ¯ Kratzhäufigkeit ¯ Jaspers et al. (15) 2000 51 RKS 12 Schweregrad ¯ Soziale Ängste ¯ Lemke et al. (19) 2000 36 CO 6 Schweregrad ¯ Q, Quasi experimentell; K, Klinische Deskription; CO, Cross-Over-Design; RKS, Randomisierte kontrollierte Studie; ­, erhöht; ¯, erniedrigt.
Tabelle 2C´ Inhalte der Neurodermitisschulung (Beispiel: Kurs für Erwachsene) Stundeneinheiten Ziele und Inhalte Tag 0 Indikationsstellung und Basisdokumentation Tag 1 Definition Neurodermitis, Unsicherheiten und Unklarheiten mit der 1 h Dermatologie Erkrankung, Information zu Ursachen, Verlauf und Auswirkungen des Juckreizes, Strategien zum Verhalten bei Juckreiz. 1 h Psychologie Beziehungsaufbau mit und in der Gruppe. Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch bezüglich Wechselwirkungen Haut – psychische Faktoren zur Verbesserung der Compliance, Einführung des Kratztagebuchs, erste Entspannungserfahrung (Progressive Muskelrelaxation). Tag 2 Auslöser und Diagnoseverfahren. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt 1 h Dermatologie werden, selbstständig Auslöser zu erkennen und sinnvolle und unsinnige Diagnoseverfahren unterscheiden. 1 h Psychologie Psychologische Aspekte des Juckreiz-Kratz-Zirkels, Erlernen und Einüben von Kratzkontrollstrategien („habit reversal“-Techniken), Einführung in die Progressive Muskelentspannung – Kurzversion. Tag 3 Information zur Hautpflege und Hautpflegepräparaten. Verbesserung der 2 h Dermatologie Hautpflege durch praktisches Üben. Tag 4 Üben und Bewältigen von Problemen bei Umsetzung der „habit reversal“- 2 h Psychologie Techniken. Verbesserung der Stressbewältigung durch Rollenspiele. Erlernen der Kurzversion und flexiblen Entspannung im Alltag. Tag 5 Realistische Einordnung der Bedeutung von Ernährung bei Neurodermitis. 2 h Ernährung Information über Nahrungsmittelallergien, Pseudoallergien und Hauptauslöser, individuelle Reizstoffe sowie Lebensmittelaversionen kennen und unterscheiden lernen. Testverfahren und Diäten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Grundlagen einer vollwertigen Ernährung und inviduelle Ernährungsempfehlungen für den Alltag. Reflektion der Ernährungsgewohnheiten. Tag 6 Rückmeldung und Hilfen im Umgang mit erlernten Strategien zur Juckreiz-/ 2 h Psychologie Kratzreduktion. Einführung in Selbstsicherheitstraining. Erlernen alternativen Verhaltens in krankheitsbezogenen zwischenmenschlichen Situationen. Juckreizkontrolle durch Kühlevorstellung in der Entspannung. Tag 7 Informationen über Cortison sowie andere Medikamente/Therapieformen 2 h Dermatologie bei Neurodermitis. Erstellung eines individuellen Therapieplans, Besprechung komplementärmedizinischer Verfahren und Wirksamkeit. Tag 8 Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten bei Problemen der Verhaltensände- 2 h Psychologie rung, Rückfallprävention und Umgang mit Rückfällen mittels strukturierter Problemlösestrategien. Erlernen von Imaginationstechniken gegen Juckreiz. Tag 9 Information zur Prävention von Neurodermitisauslösern (Kleidung, Beruf, 2 h Dermatologie Freizeit, Urlaubsverhalten). Einbindung der Informationen in einen therapeutischen Stufenplan. Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei Exacerbationen. Tag 10 Klärung offener Fragen. Informationsvermittlung zur 2 h Interdisziplinäre individuellen Vorgehensweise (Literatur, Selbsthilfegruppen, weiterführende Abschlussrunde Therapiemöglichkeiten, Rehabilitation).
Tabelle 2C´ Inhalte der Neurodermitisschulung (Beispiel: Kurs für Erwachsene) Stundeneinheiten Ziele und Inhalte Tag 0 Indikationsstellung und Basisdokumentation Tag 1 Definition Neurodermitis, Unsicherheiten und Unklarheiten mit der 1 h Dermatologie Erkrankung, Information zu Ursachen, Verlauf und Auswirkungen des Juckreizes, Strategien zum Verhalten bei Juckreiz. 1 h Psychologie Beziehungsaufbau mit und in der Gruppe. Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch bezüglich Wechselwirkungen Haut – psychische Faktoren zur Verbesserung der Compliance, Einführung des Kratztagebuchs, erste Entspannungserfahrung (Progressive Muskelrelaxation). Tag 2 Auslöser und Diagnoseverfahren. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt 1 h Dermatologie werden, selbstständig Auslöser zu erkennen und sinnvolle und unsinnige Diagnoseverfahren unterscheiden. 1 h Psychologie Psychologische Aspekte des Juckreiz-Kratz-Zirkels, Erlernen und Einüben von Kratzkontrollstrategien („habit reversal“-Techniken), Einführung in die Progressive Muskelentspannung – Kurzversion. Tag 3 Information zur Hautpflege und Hautpflegepräparaten. Verbesserung der 2 h Dermatologie Hautpflege durch praktisches Üben. Tag 4 Üben und Bewältigen von Problemen bei Umsetzung der „habit reversal“- 2 h Psychologie Techniken. Verbesserung der Stressbewältigung durch Rollenspiele. Erlernen der Kurzversion und flexiblen Entspannung im Alltag. Tag 5 Realistische Einordnung der Bedeutung von Ernährung bei Neurodermitis. 2 h Ernährung Information über Nahrungsmittelallergien, Pseudoallergien und Hauptauslöser, individuelle Reizstoffe sowie Lebensmittelaversionen kennen und unterscheiden lernen. Testverfahren und Diäten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Grundlagen einer vollwertigen Ernährung und inviduelle Ernährungsempfehlungen für den Alltag. Reflektion der Ernährungsgewohnheiten. Tag 6 Rückmeldung und Hilfen im Umgang mit erlernten Strategien zur Juckreiz-/ 2 h Psychologie Kratzreduktion. Einführung in Selbstsicherheitstraining. Erlernen alternativen Verhaltens in krankheitsbezogenen zwischenmenschlichen Situationen. Juckreizkontrolle durch Kühlevorstellung in der Entspannung. Tag 7 Informationen über Cortison sowie andere Medikamente/Therapieformen 2 h Dermatologie bei Neurodermitis. Erstellung eines individuellen Therapieplans, Besprechung komplementärmedizinischer Verfahren und Wirksamkeit. Tag 8 Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten bei Problemen der Verhaltensände- 2 h Psychologie rung, Rückfallprävention und Umgang mit Rückfällen mittels strukturierter Problemlösestrategien. Erlernen von Imaginationstechniken gegen Juckreiz. Tag 9 Information zur Prävention von Neurodermitisauslösern (Kleidung, Beruf, 2 h Dermatologie Freizeit, Urlaubsverhalten). Einbindung der Informationen in einen therapeutischen Stufenplan. Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei Exacerbationen. Tag 10 Klärung offener Fragen. Informationsvermittlung zur 2 h Interdisziplinäre individuellen Vorgehensweise (Literatur, Selbsthilfegruppen, weiterführende Abschlussrunde Therapiemöglichkeiten, Rehabilitation).
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Tabelle 2C´ Inhalte der Neurodermitisschulung (Beispiel: Kurs für Erwachsene) Stundeneinheiten Ziele und Inhalte Tag 0 Indikationsstellung und Basisdokumentation Tag 1 Definition Neurodermitis, Unsicherheiten und Unklarheiten mit der 1 h Dermatologie Erkrankung, Information zu Ursachen, Verlauf und Auswirkungen des Juckreizes, Strategien zum Verhalten bei Juckreiz. 1 h Psychologie Beziehungsaufbau mit und in der Gruppe. Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch bezüglich Wechselwirkungen Haut – psychische Faktoren zur Verbesserung der Compliance, Einführung des Kratztagebuchs, erste Entspannungserfahrung (Progressive Muskelrelaxation). Tag 2 Auslöser und Diagnoseverfahren. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt 1 h Dermatologie werden, selbstständig Auslöser zu erkennen und sinnvolle und unsinnige Diagnoseverfahren unterscheiden. 1 h Psychologie Psychologische Aspekte des Juckreiz-Kratz-Zirkels, Erlernen und Einüben von Kratzkontrollstrategien („habit reversal“-Techniken), Einführung in die Progressive Muskelentspannung – Kurzversion. Tag 3 Information zur Hautpflege und Hautpflegepräparaten. Verbesserung der 2 h Dermatologie Hautpflege durch praktisches Üben. Tag 4 Üben und Bewältigen von Problemen bei Umsetzung der „habit reversal“- 2 h Psychologie Techniken. Verbesserung der Stressbewältigung durch Rollenspiele. Erlernen der Kurzversion und flexiblen Entspannung im Alltag. Tag 5 Realistische Einordnung der Bedeutung von Ernährung bei Neurodermitis. 2 h Ernährung Information über Nahrungsmittelallergien, Pseudoallergien und Hauptauslöser, individuelle Reizstoffe sowie Lebensmittelaversionen kennen und unterscheiden lernen. Testverfahren und Diäten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Grundlagen einer vollwertigen Ernährung und inviduelle Er­näh­rungs­emp­feh­lung­en für den Alltag. Reflektion der Ernährungsgewohnheiten. Tag 6 Rückmeldung und Hilfen im Umgang mit erlernten Strategien zur Juckreiz-/ 2 h Psychologie Kratzreduktion. Einführung in Selbstsicherheitstraining. Erlernen alternativen Verhaltens in krankheitsbezogenen zwischenmenschlichen Situationen. Juckreizkontrolle durch Kühlevorstellung in der Entspannung. Tag 7 Informationen über Cortison sowie andere Medikamente/Therapieformen 2 h Dermatologie bei Neurodermitis. Erstellung eines individuellen Therapieplans, Besprechung komplementärmedizinischer Verfahren und Wirksamkeit. Tag 8 Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten bei Problemen der Verhaltensände- 2 h Psychologie rung, Rückfallprävention und Umgang mit Rückfällen mittels strukturierter Problemlösestrategien. Erlernen von Imaginationstechniken gegen Juckreiz. Tag 9 Information zur Prävention von Neurodermitisauslösern (Kleidung, Beruf, 2 h Dermatologie Freizeit, Urlaubsverhalten). Einbindung der Informationen in einen therapeutischen Stufenplan. Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei Exacerbationen. Tag 10 Klärung offener Fragen. Informationsvermittlung zur 2 h Interdisziplinäre individuellen Vorgehensweise (Literatur, Selbsthilfegruppen, weiterführende Abschlussrunde Therapiemöglichkeiten, Rehabilitation).
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41. Wüthrich B, Ruzicka T: Das atopische Ekzem: Neue pathophysiologische Konzepte und exogene Provokationsfaktoren. Dt Ärzteblt 1997b; 94: A 1797– 1801 [Heft 26]. VOLLTEXT

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