ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2001Schulungsprogramm MOSES hilft Menschen mit Epilepsie

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Schulungsprogramm MOSES hilft Menschen mit Epilepsie

Dtsch Arztebl 2001; 98(48): A-3220 / B-2712 / C-2402

EB

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LNSLNS Das „Modulare Schulungsprogramm Epilepsie“ (MOSES) ist das erste Schulungsprogramm für Anfallskranke im deutschsprachigen Raum. Auf diese Weise geschulte Patienten können nicht nur besser mit ihrer Erkrankung umgehen, sondern haben auch weniger Anfälle, wie eine Studie von der Gesellschaft für Epilepsieforschung in Bielefeld mit 242 Betroffenen gezeigt hat.
Hierbei wurden 113 Teilnehmer mit MOSES geschult und ein halbes Jahr danach erneut befragt. Die restlichen 129 Patienten der Kontrollgruppe erhielten die Schulung aber erst nach dieser zweiten Befragung. Obwohl die meisten Patienten schon viele Jahre an Epilepsie erkrankt waren, zeigten sich signifikante Schulungseffekte: in einer Zunahme des Wissens über Epilepsie, in einer Verbesserung der Krankheitsbewältigung und – besonders bemerkenswert – in einer Reduktion der Anfallshäufigkeit und besseren Verträglichkeit der Therapie.
MOSES-Schulungen, die neun thematische Module zu durchschnittlich 90 Minuten umfassen, werden mittlerweile in vielen auf Epilepsiebehandlung spezialisierten Kliniken und Praxen angeboten. Hierbei werden die Betroffenen darüber informiert, dass Epilepsie die häufigste neurologische Krankheit ist, von der in Deutschland circa
500 000 Menschen betroffen sind. Epileptische Anfälle können sich als leichte subjektive Sensationen über kurze „Blackouts“ bis zu schweren Krampfanfällen mit Sturz und Bewusstlosigkeit darstellen. Die Anfälle sind heute durch moderne Medikamente gut behandelbar; circa 60 bis 80 Prozent der Betroffenen werden anfallsfrei. Die dreijährige Entwicklungsarbeit von MOSES wurde von der Firma Sanofi-Synthelabo finanziell unterstützt. EB

Informationen bei: MOSES Geschäftsstelle, Bettina Hahn, Rußheiderweg 3, 33604 Bielefeld, Fax: 05 21/2 70 48 00,
E-Mail: MOSES.EUREPA@t-online.de
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