ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2001Ärzte-Versicherung: Sponsorenvertrag

Versicherungen

Ärzte-Versicherung: Sponsorenvertrag

Dtsch Arztebl 2001; 98(48): [103]

Flintrop, Jens

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Ende 1994 wurde die Fusion des Rudolf-Virchow-Klinikums mit der Charité festgelegt. Seit April 1995 sind beide Universitätsklinika als eigenständige Fakultäten unter dem Dach der Humboldt-Universität vereinigt und bilden seit April 1997 eine gemeinsame Fakultät mit dem Namen „Charité“ – das Foto zeigt das „Bettenhaus“. Foto: Charité
Ende 1994 wurde die Fusion des Rudolf-Virchow-Klinikums mit der Charité festgelegt. Seit April 1995 sind beide Universitätsklinika als eigenständige Fakultäten unter dem Dach der Humboldt-Universität vereinigt und bilden seit April 1997 eine gemeinsame Fakultät mit dem Namen „Charité“ – das Foto zeigt das „Bettenhaus“. Foto: Charité
Die Deutsche Ärzte-Versicherung AG, Köln, und die Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsklinikum Charité, haben einen Sponsorenvertrag zur Förderung des „Reformstudienganges Medizin“ abgeschlossen. Die Ärzte-Versicherung verpflichtet sich, in den nächsten fünf Jahren 125 000 A an Fördermitteln bereitzustellen. Die Mittel sollen gezielt dem Projekt „Fakultätsentwicklung zur Reform der Medizinischen Ausbildung in Deutschland“ zufließen.
„Es sind historische Wurzeln und Gemeinsamkeiten zwischen der Ärzte-Versicherung und der Charité, die uns zu diesem Sponsorship bewogen haben“, betonte Hans Geiger, Vorstandsmitglied der Ärzte-Versicherung, bei Vertragsunterzeichnung. Mit dem Sponsoring engagiere sich die Ärzte-Versicherung langfristig und unterstütze als erstes Unternehmen die Ausbildungsmaßnahme, die als Modell von Bund und Ländern eingerichtet wurde, sagte Prof. Dr. Dieter Scheffner, Beauftragter der Fakultät für den Reformstudiengang Medizin. Damit werde vonseiten der Wirtschaft die Notwendigkeit der Reform entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrats und der Bundesbehörde anerkannt. Scheffner: „Hier wird Ausbildung förderungswürdig und nicht, wie sonst häufig, Musik, Literatur, Kunst und Sport.“
Einer der Gründer der Deutschen Ärzte-Versicherung, die 1881 in Berlin als „Centralhilfskasse für die Ärzte Deutschlands“ errichtet wurde, ist der damalige Leiter des Hygiene-Instituts der Berliner Universität und spätere Nobelpreisträger Robert Koch. Der Idee der Gründer fühlt sich die Ärzte-Versicherung auch heute noch verpflichtet. Die Kunden sind ausschließlich Angehörige der akademischen Heilberufe, denen das Unternehmen berufsgruppenspezifischen Versicherungsschutz und private Vorsorge anbietet. Auch Christoph Wilhelm Hufeland, erster Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Berlin, spielt in der Geschichte des Unternehmens eine Rolle: Er ist Namensgeber eines renommierten Preises für Ärzte, der seit 1960 jährlich von der Ärzte-Versicherung gemeinsam mit der Bundes­ärzte­kammer und der Bundeszahnärztekammer für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Präventivmedizin vergeben wird.
Der Reformstudiengang Medizin der Charité wurde im November 1999 als Modellstudiengang mit jährlich 63 Studenten parallel zum Regelstudiengang an der Charité eingeführt. Studiert wird nach einem neuen Curriculum, das den Forderungen des Wissenschaftsrates entspricht. Im Mittelpunkt steht das „Problemorientierte Lernen“, bevorzugt im Kleingruppenunterricht und fächerübergreifend angeboten. Die Trennung von vorklinischer und klinischer Ausbildung entfällt. Neben dem Faktenwissen soll der Student Fertigkeiten und Haltungen erwerben und eine angemessene ärztliche Kommunikationskompetenz entwickeln. Der Reformstudiengang wird wissenschaftlich begleitet; die Ergebnisse jedes Studienjahres werden von einem Lenkungsgremium beurteilt. JF
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