Supplement: Reisemagazin

Last-Minute-Reisen nur mit Impfschutz!

Dtsch Arztebl 2001; 98(49): [7]

Schrörs, Hans-Jürgen

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LNSLNS Die Meinung, der verbleibende Zeitraum vor einer „Last-Minute-Reise“ reiche nicht aus, um noch Impfungen durchzuführen, muss relativiert werden. Je nach Impfstatus des Reisenden sind Auffrischimpfungen auf jeden Fall sinnvoll.
Zu unterscheiden sind:
c Impfvorschriften, die bei der Einreise erforderlich sind und bei Visumantrag oder spätestens bei der Einreise nachgewiesen werden müssen,
c Impfempfehlungen, die von der WHO zusammengestellt werden.
Zu den Impfvorschriften des internationalen Reiseverkehrs gehören heute nur die Impfungen gegen Meningokokkenmeningitis und Gelbfieber. Ein Impfschutz gegen Gelbfieber wird in einigen afrikanischen Ländern prinzipiell verlangt, bei vielen Ländern dann, wenn man direkt aus einem potenziellen Gelbfiebergebiet einreist.
Ein Impfschutz gegen Meningokokkenmeningitis wird für Mekka-Pilger beim Visumantrag für die Einreise nach Saudi-Arabien verlangt. Die vorgeschriebene Impfung gegen Gelbfieber muss spätestens zehn Tage vor der Einreise erfolgen.
Bei Länder wie zum Beispiel Kenia oder Brasilien besteht nur in einigen Regionen ein Gelbfieberrisiko, eine Impfvorschrift ist dort jedoch nicht erlassen.
Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber ist auch kurz vor einer „Last-Minute-Reise“ sinnvoll, wenn der Reisende ein gefährdetes Gebiet betritt.
Als „Malaria-Schnellprophylaxe“ werden folgende Dosierungen empfohlen: Chloroquin (Körpergewicht > 80 kg) je 1 Tablette an den ersten 3 Tagen, dann 3 Tabetten wöchentlich; Chloroquin (Körpergewicht < 80 kg) je 1 Tablette an den ersten 2 Tagen, dann 2 Tabletten wöchentlich. Paludrine 2 Tabletten täglich ab Ankunft im Risikogebiet; Mefloquin je 1 Tablette an den ersten 2 Tagen, dann 1 Tablette wöchentlich. Dr. med. Hans-Jürgen Schrörs
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