ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinReisemagazin 3/2001Kanada: Pistenvergnügen unter gleißendem Himmel

Supplement: Reisemagazin

Kanada: Pistenvergnügen unter gleißendem Himmel

Dtsch Arztebl 2001; 98(49): [9]

Hamberger, Rainer W.

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Mit Schlittenhunden durch die eisigen Weiten bei Jasper. Fotos: Rainer W. Hamberger
Mit Schlittenhunden durch die eisigen Weiten bei Jasper.
Fotos: Rainer W. Hamberger
Als ein Arbeiter beim Eisenbahnbau 1870 mit der Spitzhacke in den Schotter schlägt, quillt heißer Dampf zwischen den Steinen hervor. Neugierig gräbt er weiter und fördert so die erste heiße Quelle im Ort Banff zutage. Dankbar wird das kostenlose Heißwasser für hygienische Zwecke benutzt. Wer denkt daran, dass entlang der Rocky Mountains in Alberta später zahlreiche heiße Quellen gefasst werden, um müden Gelenken oder angestrengten Skifahrern Erholung und Entspannung zu bieten? Gerade im kanadischen Winter, nach einem Tag auf Buckelpisten im trockenen Tiefschnee oder mit dem Snowboard in der Halfpipe sind die knapp 40 °C warmen schwefelhaltigen Bäder ein schönes Präludium auf das Abendessen mit Steak und Salatbar. Entlang der legendären, heute von der kanadischen VIA Rail genutzten Bahnstrecke entstanden kurz nach der Fertigstellung die Hotels Banff Springs, Château Lake Louise und später die Jasper Park Lodge. Sie sollten schon damals betuchten Fahrgästen der transkontinentalen Eisenbahn als angemessene Herberge dienen.
Banff, Lake Louise und Jasper in Alberta gehören neben Whistler in Britisch- Kolumbien zu den vielseitigsten Wintersportorten in Westkanada. Zunächst bietet die etwas über 1 000 Meter hoch gelegene Präriestadt Calgary eine interessante Einstimmung auf den „Wilden Westen“ des zweitgrößten Staates der Erde. Im Gegenlicht des späten Nachmittags glänzen die eis- und schneebedeckten Gipfel. Während hier in Calgary der Präriewind viele Hügel vom lockeren Schnee befreit hat, empfängt uns schon bei Canmore am Fuß der Berge zwischen den ersten Dreitausendern eine traumhafte Winterlandschaft. Lockere Wolkenfetzen hängen teilweise im Windschatten der Gipfel. Über höheren Kämmen sehen wir Fahnen von Pulverschnee, vom Höhenwind immer in Bewegung gehalten.
Fast schnurgerade führt die Straße entlang dem Bow-River nach Nordwesten. Raureif und Schneehauben überziehen die Tannen beiderseits des Highways. Die tiefen Temperaturen ermöglichen die Produktion von Kunstschnee, sollte der Winter einmal zu trocken sein. Meist wechseln Schneefalltage mit tiefblauem Winterhimmel und gleißendem Sonnenlicht.
Der etwas abseits der Verkehrsachse gelegene Wintersportort Lake Louise ist regelmäßig Austragungsort für internationale Skirennen. Doch zunächst wollen wir uns den zugefrorenen See ansehen. Blendend weiß liegt die schneebedeckte Seefläche vor einem gewaltigen Panorama. Wie Eisnadeln ragen in Schnee verhüllte Baumspitzen in die frostige Winterluft. Gegenüber die vom Victoriagletscher überzogene Ostwand der Rocky Mountains. Auf vom Schnee freigehaltenen Eisflächen ziehen Schlittschuhläufer ihre Kreise. Am nächsten Morgen planen wir, an der Half Pipe den wagemutig springenden Snowboardern zuzusehen. Rainer W. Hamberger

Reise-Tipps: Air Canada fliegt täglich von Deutschland nonstop nach Calgary. Reiseangebote unter anderem bei Club Reisen Stumböck, Sebastian-Tiefenthaler-Straße 15, 82101 Rohrdorf, www.stum boeck.com; allgemeine Informationen sind erhältlich bei Lange Touristik-Dienst, Postfach 20 02 47, 63469 Maintal, Telefon: 0 18 05/52 62 32 oder
unter www.travelcanada.ca
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