ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2001Terror: Deutsche Besserwisserei
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LNSLNS Der Verfasser wandelt mit seiner Meinung auf einem mittlerweile breiten und bequemen Weg deutscher Besserwisserei, die, ganz im Gegensatz zu der nachdrücklich geforderten Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Geisteshaltungen, glaubt, den alleinigen Durchblick für sich beanspruchen zu können. Dazu gehört dann auch, die USA als geistig kleinwüchsig und damit als zu jeder Selbstreflexion unfähig darzustellen. In dem Ratschlag, Amerika sollte sich in Deutschland ein Beispiel an Vergangenheitsbewältigung nehmen, wird dabei ein ungewöhnlich hoher Gipfel an Überheblichkeit erreicht. Schließlich wurde der Vietnamkrieg ja vor allem aufgrund einer zunehmend kritischen Haltung der Bevölkerung beendet, danach hat es zum Beispiel eine beträchtliche Anzahl populärer Hollywood-Filme gegeben, die sich in zum Teil schonungsloser Weise mit dem Vietnamproblem auseinander gesetzt haben. Eine ähnlich breite Basis der Selbstkritik unmittelbar nach der Nazizeit ist mir nicht bekannt. Jedenfalls dürften die USA keinen größeren Schaden nehmen, wenn sie den angebotenen Freundschaftsdienst des Verfassers, sie mit den üblichen linken Stammtischphrasen belehren zu wollen, nicht wahrnehmen.
Dr. med. Joachim Hellenthal, Balanstraße 69, 81541 München
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