ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2001Qualitätsverbesserung in der Ulkusdiagnostik

MEDIZIN: Referiert

Qualitätsverbesserung in der Ulkusdiagnostik

Dtsch Arztebl 2001; 98(49): A-3292 / B-2777 / C-2578

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LNSLNS Bis zu fünf Prozent aller primär als benigne eingestuften Magenulzera erweisen sich in der histologischen Untersuchung als maligne. Daher fordern die Fachgesellschaften schon seit Jahren, ausreichend Gewebsproben aus Ulkusrand und -grund zu entnehmen und durch Biopsien aus Antrum und Corpus Rückschlüsse auf die Pathogenese zu gewinnen. Die Autoren untersuchten, ob sich zwischen 1990 und 1997 die Qualität der endoskopisch bioptischen Diagnostik in Deutschland verbessert hat. Insgesamt wurden 1 658 Patienten untersucht. 88,9 Prozent der Ulzera erwiesen sich als histologisch benigne, 11,1 Prozent als maligne. Der Anteil der endoskopisch falschnegativen Dignitätsbeurteilungen war mit 1,8 Prozent und der der falschpositiven mit 4,1 Prozent sehr niedrig. Bei endoskopisch suspekten Befunden ergab die Histologie in fast 30 Prozent einen ulzerierten malignen Tumor. Zwischen 1990 und 1997 stieg die durchschnittliche Anzahl der Biopsate aus dem Ulcus ventriculi von 5,9 auf 7,1; die Häufigkeit der zusätzlichen Biopsien aus Antrum und Corpus stieg statistisch signifikant von 14,1 auf 43 Prozent der Fälle an. Die Qualität der endoskopisch bioptischen Diagnostik, so die Autoren, hat sich beim Magengeschwür im Laufe der 90er-Jahre deutlich verbessert. w

Stolte M, Seitter, V, Müller H: Improvement in the quality of the endoscopic/bioptic diagnosis of gastric ulcers between 1990 and 1997 – an analysis of 1 658 patients. Z Gastroenterol 2001: 39: 349–355.

Prof. Dr. M. Stolte, Institut für Pathologie, Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Straße 101, 95445 Bayreuth.

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