ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2001Mitteilungen: Zu EBM-Änderungen und den Interpretationsbeschlüssen Nr. 57 und Nr. 58 und den Änderungen von Kostenpauschalen des Kapitels U

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Zu EBM-Änderungen und den Interpretationsbeschlüssen Nr. 57 und Nr. 58 und den Änderungen von Kostenpauschalen des Kapitels U

Dtsch Arztebl 2001; 98(49): A-3315 / B-2795 / C-2595

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LNSLNS 1. EBM-Änderung

Der Bewertungsausschuss hat in seiner 70. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) die Leistungslegende und Leistungsbewertung der Leistung nach Nr. 5522 EBM mit Wirkung ab 1. Oktober 2001 (rückwirkend) beschlossen.
Die Leistungslegende zu Nr. 5522 wurde dahingehend ergänzt, dass mindestens 4 Untersuchungssequenzen Abrechnungsvoraussetzung sind. Die Bewertung wurde auf 5880 Punkte erhöht.
Diese Beschlussfassung des Bewertungsausschusses ändert den im Deutschen Ärzteblatt, Heft 30, am 27. Juli 2001 bekannt gegebenen Beschluss (68. Sitzung/Schriftliche Beschlussfassung) zur Neuaufnahme der Leistungsposition Nr. 5522 EBM. In dieser Bekanntgabe des ursprünglichen Beschlusses zur Mamma-MRT war in der Leistungslegende die Durchführung mit mindestens 4 Untersuchungssequenzen noch nicht obligat festgeschrieben, die Leistung war nur mit 2430 Punkten bewertet.
Da die Mamma-MRT zum 1. Oktober 2001 in den EBM aufgenommen wurde und der jetzige Beschluss des Bewertungsausschusses der 70. Sitzung rückwirkend zum 1. Oktober 2001 Anwendung findet, entsteht den Ärzten, die die Mamma-MRT im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung abrechnen, kein Nachteil.


2. Interpretationsbeschlüsse
Nrn. 57 und 58

Der Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses hat die Interpretationsbeschlüsse mit den Nrn. 57 (in der 205. Sitzung am 4. September 2001) und Nr. 58 (in der 210. Sitzung am 13. November 2001) beschlossen.
Der Interpretationsbeschluss Nr. 57 stellt die Abrechnung der so genannten periradikulären Therapie (PRT) im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung klar.
Der Interpretationsbeschluss Nr. 58 ergänzt den Beschluss des Bewertungsausschusses aus der 62. Sitzung vom 16. Februar 2000 zur Trennung der Gesamtvergütungen in die Bereiche für den hausärztlichen und den fachärztlichen Versorgungsbereich.


3. Änderung der Pauschalen nach den Nrn. 7120, 7121, 7122, 7123 und 7140

Mit der Einführung des Euro zum 1. Januar 2002 müssen im EBM bzw. im Kapitel U diejenigen Positionen, die bisher in DM ausgewiesen sind, auf Euro umgestellt werden. Unter Anwendung des offiziellen Umrechnungsfaktors wurden dabei alle in der vertragsärztlichen Versorgung vorkommenden abrechnungsrelevanten Positionen in Euro umgerechnet, so im EBM insbesondere im Kapitel O (Labor) sowie im Kapitel U (Kostenpauschalen).
Bei einer ersten Berechnung wurden die Portopauschalen nach den Nrn. 7120, 7121, 7122 und 7123 sowie die Pauschale für fotokopierte Befundmitteilungen (Nr. 7140) kaufmännisch so gerundet, dass als Endstelle bei zwei Stellen hinter dem Komma immer eine „Null" erschien. Diese Umrechnung wurde beanstandet, so dass sich die Vertragspartner – die KBV einerseits und die Spitzenverbände der Krankenkassen bzw. der VdAK und der AEV andererseits – darauf geeinigt haben, die nicht geglätteten Beträge für die Nrn. 7120, 7121, 7122, 7123 und 7140 zu verwenden. Daher sind im Kapitel U die in der Bekanntgabe hierzu nachstehend veröffentlichten Beträge anzuwenden.


Anmerkung:

Im Deutschen Ärzteblatt, Heft 26 vom 29. Juni 2001, wurden Änderungen des EBM und vertragliche Änderungen des BMÄ und der E-GO (vertragliche Anhänge zum Kapitel O mit den Kostensätzen für Laborleistungen in DM bzw. Euro und Pauschalerstattungen im Kapitel U) bekannt gegeben. Da zum Zeitpunkt der Bekanntgabe die schriftliche Beschlussfassung noch nicht abgeschlossen war,
erfolgte die Bekanntgabe unter dem Vorbehalt, dass alle Vertragspartner die schriftliche Beschlussfassung unterzeichnen. Nachdem sowohl die schriftliche Beschlussfassung des Bewertungsausschusses (67. Sitzung) als auch die schriftlichen Beschlussfassungen zu den vertraglichen Änderungen von allen beteiligten Vertragspartnern unterzeichnet worden sind, ist der Vorbehalt zur Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt Heft 26 vom 29. Juni 2001 gegenstandslos.
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