ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2001Hyperaktive Kinder: Gleichzeitige Psychotherapie

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Hyperaktive Kinder: Gleichzeitige Psychotherapie

Dtsch Arztebl 2001; 98(50): A-3324 / B-2804 / C-2604

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ADHS wird oft schon bei Unruhe oder einer außergewöhnlichen Belastung diagnostiziert. Foto: BilderBox
ADHS wird oft schon bei Unruhe oder einer außergewöhnlichen Belastung diagnostiziert.
Foto: BilderBox
Die Diagnose ADHS wird oft falsch gestellt.
Stellt der Kinderarzt die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), sollte das Kind einem Psychotherapeuten vorgestellt werden. Darauf weist die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP) hin. Die Verordnung von Methylphenidat zur alleinigen Therapie sei der falsche Weg. „Die Diagnose ADHS wird oft falsch gestellt, beispielsweise schon bei Unruhe oder einer außergewöhnlichen Belastung des Kindes“, erklärt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Dr. rer. biol. hum. Hans Hopf die Position des VAKJP in dieser Frage. Die Psychodynamik des Kindes und die psychosozialen Bedingungen im Elternhaus zu beurteilen sei in einer Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie besser möglich. Wichtig sei auch, die Eltern begleitend in die Behandlung einzubeziehen.
„In der Therapie merken die Kinder oft, dass sie das verordnete Medikament nicht mehr brauchen – ein erster Schritt zur Heilung“, sagt Hopf. Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt sei dann zu entscheiden, Methylphenidat zu reduzieren oder abzusetzen.
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