ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2001Zahnärzte: Kritik an SPD-Vorschlägen

AKTUELL

Zahnärzte: Kritik an SPD-Vorschlägen

Dtsch Arztebl 2001; 98(50): A-3326 / B-2697 / C-2431

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Forderung nach grundlegender Neuorientierung
Das Gutachten der vom SPD-Vorstand einberufenen Expertengruppe und die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt genannten Details einer für 2003 geplanten GKV-Reform hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte heftig kritisiert. Dessen Vorsitzender, Dr. med. dent. Wilfried Beckmann, sieht die Ärzte der Willkür der Krankenkassen ausgeliefert, sollte diesen, wie es die Experten fordern, die Verantwortung für die flächendeckende medizinische Versorgung übertragen werden. Die Kassen könnten sich dann einzelne Ärzte als Vertragspartner aussuchen.
Die von Schmidt angekündigte Anhebung der Versicherungspflichtgrenze bezeichnete Beckmann als „Abkassiermodell erster Güte“, das den Versicherungsgedanken pervertiere. Der geplante Beitrag orientiere sich nicht am Risiko, sondern allein an der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherten.
Eine grundlegende Neuorientierung im Gesundheitswesen erfordere ein System aus Vertrags- und Wahlleistungen nach dem Prinzip der Kostenerstattung. Die solidarisch finanzierten Vertragsleistungen sollten alle notwendigen zahnärztlichen Leistungen umfassen, für die jeder Versicherte bei gleichem Befund einen gleich hohen Festzuschuss seiner Kasse erhalte.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema