ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2001Sexualstraftäter: Einseitiges Resümee

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Sexualstraftäter: Einseitiges Resümee

Dtsch Arztebl 2001; 98(50): A-3360 / B-2829 / C-2626

Ulbrich, Alexander

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LNSLNS . . . Die Bezeichnung als „Sexualtäter“ spricht die Eigenschaft „Mensch“ hiermit noch nicht ab, genauso wenig wie der Bäcker, Schuster oder Arzt. Schwierigkeiten habe ich mit einem Ethikbegriff, der sich die Welt einseitig zusammenbastelt und dann hieraus folgernd Anklage erhebt, weil das einseitig gezogene Resümee unbefriedigend ist. Bei Herrn Roßners Beitrag vermisse ich den Aspekt bezüglich des vergangenen oder zukünftig potenziellen Opfers eines Sexualverbrechens. Diese breite Sicht der Sache gehört in eine verantwortungsvolle ethische Überlegung absolut mit dazu. Nur aus diesem Grund besteht ja das Problem, wie man mit solchen „Tätern“ (hier auch als Mensch verstanden) umgehen soll. Strafrechtliche Konsequenzen beziehungsweise die gesellschaftlichen Überlegungen hierzu gibt es ja nicht aus Jux und Tollerei, sondern primär aus Gründen des (ethisch völlig berechtigten) Opferschutzes.
Dr. med. Alexander Ulbrich, Birkheckenstraße 1, 70599 Stuttgart
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